"Wolf gehört ins Jagdrecht"

Diskutierten über den Wolf (v. li.): Hendrik Frese, Dr. Gero Hocker, André Bock, Joachim Studtmann, Ulrich Merz und Gastgeber Wendelin Schmücker
  • Diskutierten über den Wolf (v. li.): Hendrik Frese, Dr. Gero Hocker, André Bock, Joachim Studtmann, Ulrich Merz und Gastgeber Wendelin Schmücker
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. "Alle Vorhersagen des Wolfes betreffend, die von selbsternannten Experten bei der Rückkehr von Isegrimm getätigt wurden, sind bis heute widerlegt. Der Wolf ist scheu und verzieht sich sofort beim Anblick eines Menschen, er reißt keine Weidetiere und er geht nicht in Dörfer - leider müssen wir täglich erleben, dass nichts von dem eingetroffen ist." Das war die Kernaussage von Ulrich Merz, pensionierter Polizeibeamter aus Uelzen, bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Wolf am Freitagabend im Marstall, zu der der Förderverein der Deutschen Schafhaltung und die Weidetierhalter Landkreis Harburg eingeladen hatten. Auf dem Podium saßen auch Amelinghausens Vize-Bürgermeister Joachim Studtmann, die Landtagsabgeordneten André Bock (CDU), Dr. Gero Hocker (FDP) sowie SPD-Mann Hendrik Frese. Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte seine Teilnahme genauso abgsagt wie die Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne).
"Als noch eine Chance bestand, regelnd auf den Zustrom von Wölfen Einfluss nehmen zu nehmen zu können, ging man von rund 50 Tieren aus. Nich nicht in Nidersachsen, sondern in Sachsen und Brandenburg", so Merz. Nach einer Verdopplung des Bestandes sei eine Populationsdynamik eingetreten. "Diese beschert uns bis zum Herbst dieses Jahres etwa 2.000 Wölfe - bundesweit. Davon etwa 400 in Niedersachsen, die Mehrzahl in unserem Bereich."
Dann "malten" Merz und auch Studtmann regelrechte Horrorszenarien auf, um die Gefahr, die von den Wölfen ausgeht, zu verdeutlichen: "Der graue Räuber wird den Menschen immer näher kommen, weil er weiß, dass für ihn dort keine Gefahr besteht. Und es wird auch zu Angriffen kommen. Die Krönung wird schließlich sein, dass sich Wölfe mit normalen Haushunden paaren. Da wächst dann eine völlig unberechenbare Spezies heran."
Allerdings könne der Wolf nichts dafür, er folge nur seinem Instinkt und werde von den sogenannten Wolfsbfürworten dazu getrieben. Merz: "Das Problem ist, dass diese Möchtegern-Experten meist in der Stadt wohnen und vom Landleben keine Ahnung haben."
André Bock und Dr. Gero Hocker wiesen darauf hin, dass die Opposition im Landtag das Thema Wolf schon lange auf der Agenda habe und sich dafür ausspricht, dass Isegrimm im Jagdrecht aufgenommen wird, um den Bestand der Tiere zu regulieren. Bisher sei man aber immer an der Landesregierung gescheitert. SPD-Mann Frese meinte, das Thema sei auch bei den Sozialdmeokraten angekommen und werde nach der Landtagswahl im Jnauar 2017 auf den Tisch kommen.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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