Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen
  • So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen
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thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist.
"Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im Genehmigungsverfahren angekommen", so die Projektverantwortliche. "Die Bauanträge werden gerade eingereicht. Parallel dazu läuft bereits das Bauleitplanverfahren." Sie gehe davon aus, dass im März die Genehmigungen vorliegen und dann die Aufträge vergeben werden können. "Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen", so Gastvogel weiter.

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Die Entwurfsplanung sieht eine Erschließung über die Hansestraße. Diese wird im Bereich der Einfahrt zum Park aufgeweitet und eine Linksabbiegerspur geschaffen. Zudem soll eine Querungshilfe für Fußgänger installiert werden. Gastvogel: "Die Arbeiten, die vom Land genehmigt sind, werden unter Teilsperrung der Hansestraße durchgeführt. Entsprechende Umleitungen sind bereits mit den beteiligten Behörden abgesprochen." Das Problem: Im Jahr 2023 wird die A39 saniert. Deswegen muss die Hansestraße als Umleitungsstrecke von Bauarbeiten freigehalten werden. Entsprechend erfolgt die Aufweitung im September dieses Jahres.
Die ersten Arbeiten werden im Eckermannpark ab August durchgeführt. Dort entstehen neben dem Bad 37 Pkw-Stellplätze, vier Plätze für Elektroautos, acht Wohnmobil-Parkplätze und etwa 55 sogenannte Überlaufplätze für Pkw, wenn die eigentlichen Parkflächen ausgelastet sind.

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Das Naturbad - der Name ist übrigens noch ein Arbeitstitel - hat eine Freifläche von 19.500 Quadratmetern und eine Wasserfläche von 3.600 Quadratmetern. Das Gebäude, in dem die Gastronomie (270 Quadratmeter) und die Badaufsicht untergebracht werden, hat eine Gesamtfläche von 400 Quadratmetern und wird rund gebaut. "Das Bad wird für rund 40.000 Besucher pro Jahr ausgelegt", so Angelina Gastvogel weiter. Kurios: Hat die Verwaltung am Anfang der Planung über eine Einzäunung des Geländes nachgedacht, muss diese jetzt auf jedem Fall erfolgen. Grund: In der Nähe hat sich eine Biberfamilie angesiedelt und die könnte sonst das Bad für sich entdecken. Gastvogel: "Wir müssen das Bad bibersicher bauen." Der Zugang zum Bad erfolgt über drei Eingänge, an denen auch Fahrradabstellplätze geschaffen werden.
Insgesamt drei Millionen Euro bekommt die Stadt als Fördergeld vom Bund. Deren Verwendung ist aber an bestimmte Vorgaben geknüpft. So darf das Geld nur für die Wasser- und die Freifläche des Bades ausgegeben werden. Zudem kann der im Eckermannpark befindliche Weiherbogen, der direkt am Naturbad grenzen wird, vollsaniert werden.
Bei den Ausschussmitgliedern kam die Planung gut an. Martin Porth (Gruppe CDU/FDP) wollte noch wissen, ob an allen Eingängen Personal steht. Das verneinte Gastvogel. "Zwei Zugänge werden über ein Drehkreuz automatisiert. Lediglich am Haupteingang wird Personal vertreten sein", erklärte sie. "Zudem wollen die Stadtwerke als Betreiber des Naturbades dort ihr neues Kassensystem integrieren, das gerade im Freizeitbad Die Insel eingebaut wurde." Sein Gruppenkollege Nino Ruschmeyer war wichtig, dass es im Park noch Platz für andere Freizeitaktivitäten außerhalb des Bades geben werde.
Lediglich Dr. Erhard Schäfer (Grüne) hatte Bedenken, ob die Querungshilfe auf der Hansestraße als Verkehrssicherheit für die Badbesucher, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, ausreiche. "Ich habe da meine Zweifel", sagte er. Doch Gastvogel konterte, dass diese Lösung von Fachplanern empfohlen worden sei.
Am Ende empfahl der Ausschuss dem Verwaltungsausschuss einstimmig, die Planreife für das Bad zu genehmigen.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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