"Ist doch ein Fortschritt"

Roderik Pfreundschuh (AfD) Fotos: Voigt/archiv
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Lustiges Scharmützel zwischen FDP und AfD um Nazi-Äußerungen

thl. Winsen. Anfang dieses Jahres haben sie sich noch gestritten, mit Anwälten, Unterlassungserklärungen und Gericht gedroht: die beiden Ratsherren Roderik Pfreundschuh (AfD) und Nino Ruschmeyer (FDP). Grund: Ruschmeyer sollte in seiner Haushaltsrede die AfD-Mitglieder als Nazis verunglimpft haben. Nach einem gehörigen Säbelrasseln der Alternative verlief die Sache aber schließlich im Sande (das WOCHENBLATT berichtete).
In ihren jetzigen Haushaltsreden gingen die beiden Politiker noch einmal auf den Vorfall ein, allerdings nicht, ohne noch einmal Spitzen zu verteilen. „Im vergangenen Jahr hatte ich gewisse Zweifel geäußert, ob alle AfD-Mitglieder so richtig demokratisch unterwegs sind - aber so lange sie nichts zu sagen haben, ist das ja nicht weiter tragisch“, so Ruschmeyer. „Jetzt hatten wir das Glück, dass der ehemalige Vorsitzende Fatih Sarikaya die AfD als das erkannt hat, was sie nun mal ist und ihr den Rücken gekehrt hat. Dadurch konnten wir eine Gruppe bilden. Vielen Dank dafür.“
Roderik Pfreundschuh nahm diese Spitze humorvoll auf und konterte: „Noch vor einem Jahr wurden wir von der FDP in die Nazi-Ecke gerückt. Jetzt nehmen die Liberalen sogar unsere ausgetretenen Mitglieder auf. Das ist doch mal ein Fortschritt“, sagte er.

Roderik Pfreundschuh (AfD) Fotos: Voigt/archiv
FDP-Ratsherr
Nino Ruschmeyer
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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