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Salzhäuser Politiker fordern für Grundschul-Bau für 10 Millionen Euro Zuschüsse von Bund und Land

Fordert Unterstützung "von oben": Verwaltungschef Wolfgang Krause Foto: archiv/ce

Wolfgang Krause: "Wir erwarten mehr als nur ein paar Cent!"


ce. Salzhausen. Mit Gesamtkosten in Höhe von rund 10,1 Millionen Euro sind die geplante Sanierung, der An- und teilweisen Neubau der Grundschule Salzhausen das größte Vorhaben dieser Art im Landkreis Harburg (das WOCHENBLATT berichtete). Der Schulneubau am Paaschberg soll nach derzeitigem Stand 1.650 Quadratmeter umfassen und unter anderem als Lernpark mit Gruppen- und Differenzierungsräumen gestaltet werden. Zwischen dem Neubau und dem 2001 eingeweihten Anbau, in dem sich auch die Turnhalle befindet und der zum Teil renoviert werden soll, ist ein überdachter Übergang angedacht. Der an den Anbau anschließende, in den 1960er Jahren errichtete und heute unter anderem die Aula beherbergende Trakt soll abgerissen werden und einer Mensa weichen. Weiter genutzt werden kann voraussichtlich aufgrund der noch guten Bausubstanz der Grundschul-Altbau, der 1950 eingeweiht wurde.
"Ich erwarte für dieses dringend erforderliche Projekt vom Bund ausdrücklich Fördermittel - und zwar nicht nur ein paar Cent, wie sie uns derzeit in Aussicht gestellt werden", mahnte Samtgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Krause in der jüngsten Ratssitzung. "Wir bauen nur, was notwendig ist, und keinen Luxus", ergänzte Christdemokratin Christiane Oertzen.
"Mit diesem Projekt bewegt sich die Samtgemeinde auf eine Verschuldung von etwa 20 Millionen Euro zu, was für unsere Kommune hahnebüchen ist", betonte UWG-Mann Michael Albers. Als Konsequenz müsse wohl die Samtgemeinde-Umlage erhöht, denn - so prangerte Albers an - "Bund und Land lassen uns mit den Kosten bislang nahezu im Stich". Joachim Bartels von den Grünen brachte die in den Augen auch vieler anderer Kommunalpolitiker "skandalösen Zustände" auf den Punkt: "Oben in der Großen Koalition werden die Haushalte saniert, aber unten in den Städten und Gemeinden kommt nichts an!"
Der Rat beschloss, dass die Ausschreibung des Vorhabens europaweit über einen Generalübernehmer erfolgen soll, der dann für die Umsetzung des "Gesamtpaketes" verantwortlich zeichnet. Durch dieses Verfahren reduzieren sich die Kosten im Vergleich zur herkömmlichen Ausschreibung einzelner Gewerke um gut eine Million Euro.