Filmmuseum Bendestorf
Ehrenamtliche sichern historischen Filmschatz – Hunderte Rollen neu geordnet
- Das unermüdliche Helferteam engagierte sich über Wochen, sortierte und putzte und trug zur Rettung der Filme bei
- Foto: Filmmuseum Bendestorf
- hochgeladen von Julia Paepcke
Staub, Dreck und viele, viele Stunden Arbeit
Mit großem Engagement haben ehrenamtliche Mitglieder des Filmmuseums Bendestorf in den vergangenen Wochen einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der regionalen Filmgeschichte geleistet. Seit Mitte Januar traf sich ein kleines Team mehrmals wöchentlich, um einen umfangreichen Bestand historischer Filmrollen und Trailer zu sichten, zu ordnen und neu zu lagern.
Das Ergebnis ist beachtlich: Insgesamt 272 Filmrollen sowie 485 Filmtrailer aus mehreren Jahrzehnten wurden systematisch erschlossen und in ein neues Lagersystem überführt. In konzentrierter Teamarbeit sichteten die Beteiligten das Material, ordneten es nach Themen und Produktionen und schufen damit die Grundlage für eine übersichtliche und nachhaltige Archivierung.
Bestand gerettet und nutzbar gemacht
Vorausgegangen war eine umfassende Sanierung des Lagerraums, die erst die sachgerechte Unterbringung der empfindlichen analogen Filmkopien ermöglichte. Denn deren Erhalt hängt maßgeblich von geeigneten Bedingungen und sorgfältiger Pflege ab.
„In wenigen Wochen ist hier Erstaunliches passiert“, betonen die Verantwortlichen. Der Einsatz der Ehrenamtlichen habe die Erwartungen deutlich übertroffen. Zugleich verbessere die Neuordnung die Zugänglichkeit des Bestands – sowohl für Forschung und Bildungsarbeit als auch für Ausstellungen und Filmvorführungen im museumseigenen Produzentenkino.
Zustand der Filmkopien wird geprüft
Die Sammlung dokumentiert die bedeutende Rolle Bendestorfs als Filmstandort der Nachkriegszeit. Viele der Materialien gelten als seltene Zeugnisse dieser Epoche und bieten wertvolle Einblicke in die damalige Produktions- und Kinokultur.
Trotz der Fortschritte steht noch Arbeit an: In einem nächsten Schritt soll der Zustand der Filmkopien detailliert geprüft werden, um weitere Maßnahmen zur langfristigen Sicherung einzuleiten.
Das Projekt unterstreicht eindrucksvoll die zentrale Bedeutung des Ehrenamts für das Filmmuseum – und zeigt zugleich, dass es nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern ein lebendiger Treffpunkt für Filmbegeisterte ist.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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