Netzwerktreffen Mobilität im Landkreis Harburg
Radwege, Bike-Sharing und E-Scooter: Verkehr der Zukunft im Fokus
- Erster Kreisrat Josef Nießen (li.) und Niklas Luckmann tauschen sich beim Netzwerktreffen Mobilität über den Radverkehr und das Bikesharing aus
- Foto: Landkreis Harburg
- hochgeladen von Julia Paepcke
Radverkehr als Schlüssel für nachhaltige Mobilität im Landkreis Harburg
Der Radverkehr spielt eine immer wichtigere Rolle für die Mobilität im Landkreis Harburg. Beim dritten Netzwerktreffen Mobilität tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen sowie verschiedener Bereiche der Kreisverwaltung über Chancen, Herausforderungen und neue Konzepte aus.
Zweimal im Jahr kommen Fachleute aus den Kommunen und aus Bereichen wie Kreisentwicklung, Wirtschaftsförderung, Mobilität, Klimaschutz, Verkehrsbehörde sowie dem Betrieb Kreisstraßen und Radverkehr zusammen. Ziel ist es, Mobilitätskonzepte gemeinsam zu entwickeln und Projekte voranzubringen, die über einzelne Gemeindegrenzen hinaus wirken. „Uns ist es wichtig, Impulse und Ideen zu entwickeln und dabei nicht an Gemeindegrenzen Halt zu machen“, erläuterte Sandra Sperling von der Stabsstelle Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung/Mobilität.
Radfahren ist viel mehr als reine Fortbewegung - es bedeutet auch Freiheit, Selbstständigkeit und Bewegung an der frischen Luft
Im Mittelpunkt des Treffens stand diesmal der Radverkehr. „Fahrradfahren ist mehr als reine Mobilität“, betonte Erster Kreisrat Josef Nießen. Es bedeute auch Freiheit, Selbstständigkeit und Bewegung an der frischen Luft und sei zugleich eine besonders umweltfreundliche Form der Fortbewegung. Gerade in einem Flächenlandkreis biete das Fahrrad große Chancen, denn viele Alltagswege seien kurz. Strecken von weniger als zwei Kilometern könnten häufig problemlos mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.
Unterstützung kann dabei auch Bike-Sharing leisten. Niklas Luckmann von der Stadt Winsen stellte als Beispiel das Angebot WinsenRad vor. Diskutiert wurde außerdem über das mehr als 1.200 Kilometer lange Radwegenetz im Landkreis, seinen Zustand sowie bestehende Lücken.
Ein weiteres Thema war das Miteinander im Straßenverkehr. Karin Sager vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club appellierte an mehr Rücksichtnahme zwischen Autofahrern und Radfahrern. Gleichzeitig verwiesen die Teilnehmenden darauf, dass nachhaltige Mobilität nicht auf ein einzelnes Verkehrsmittel beschränkt sei. Vielmehr gehe es um eine intelligente Vernetzung verschiedener Angebote. Beispiele dafür sind Bedarfsverkehre wie das elbMOBIL und der hvv-hop-Elbe-Heide in Salzhausen.
Auch die zunehmende Nutzung von E-Scootern wurde kritisch diskutiert. Nach Einschätzung der Kommunalvertreterinnen und -vertreter kommt es dabei immer häufiger zu Problemen, insbesondere weil Scooter auf Gehwegen genutzt oder von zwei Personen gleichzeitig gefahren werden – obwohl beides nicht erlaubt ist.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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