"Mit dem Ostring hat das nichts zu tun"
Großflächige Rodung in Buchholz wegen Borkenkäfers

Von dem Waldstück am Itzenbüttler Weg ist nicht viel übriggeblieben Fotos: os/bim
3Bilder
  • Von dem Waldstück am Itzenbüttler Weg ist nicht viel übriggeblieben Fotos: os/bim
  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Buchholz. Die Feldwege rund um das Finanzamt in Buchholz sind bei den Bürgern als Naherholungsgebiet für Spaziergänge und als Joggingstrecke sehr beliebt. Passanten entlang des Itzenbüttler Wegs wunderten sich zuletzt: Dort, wo vorher noch Wald stand, liegen jetzt nur noch dutzende Stämme der gefällten Bäume. In Buchholz schossen sofort die Gerüchte ins Kraut. Grund: In dem Korridor zwischen Lüneburger Straße und Bendestorfer Straße liegt die mögliche Trasse für eine Ostumfahrung. "Soll der Ostring durch die Hintertür vorbereitet werden?", fragten sich besorgte Bürger. Das WOCHENBLATT hat bei Torben Homm von der Forstbetriebsgemeinschaft Forstverband Jesteburg nachgefragt. Warum wurde der Wald so großflächig gerodet?
Die Grünmaßnahme habe allein mit der Ausbreitung des Borkenkäfers zu tun, betont Homm. Wie berichtet, haben sich die Käfer im vergangenen Jahr stark ausgebreitet und vor allem alte Nadelbäume angegriffen und geschwächt. Gerade im Bodenstreu hatten die Schädlinge gute Überwinterungsmöglichkeiten und geben vorgeschädigten Bäumen in diesem Jahr den Rest. Die Rodung in Buchholz sei notwendig gewesen, erklärt Homm: "Das war eine ganz normale Sache." Die rund fünf Hektar große Fläche sei rechtlich Wald und bleibe auch Wald: "Dabei ist es völlig unerheblich, ob dort derzeit Bäume stehen oder nicht." Das Areal solle in Kürze wieder aufgeforstet werden: "Die Pflanzen sind bestellt, die ersten Pflanzlöcher haben wir bereits hergestellt", erklärt Homm.
Schon vor ein paar Wochen war der Forstexperte Spekulationen entgegengetreten, dass Waldbesitzer kurz vor der Brut- und Setzzeit schnell noch Holz zu Geld machen wollen. Seit dem vergangenen Jahr sei viel Holz auf dem Markt, die Preise entsprechend niedrig.
Mit der Ostumfahrung, betont Torben Homm, hätten die Baumfällungen nichts zu tun. "Wir werden darauf achten, dass das Waldstück auch als Wald erhalten bleibt", sagt er. Sollte doch einmal eine Ostumfahrung über Teile des Grundstücks führen, müsse dieses wie bei jeder anderen Baumaßnahme an anderer Stelle ausgeglichen werden. Die Fällung sei mit dem Landkreis Harburg abgestimmt. Derzeit bieten sich Grünmaßnahmen dieser Art laut Homm an, weil es in einem Katastrophenjahr - und das besteht nach dem extrem trockenen Sommer - Sonderregelungen gebe und das Land Aufforstungsmaßnahmen fördere. Homm: "Die entsprechenden Anträge haben wir gestellt."

Von dem Waldstück am Itzenbüttler Weg ist nicht viel übriggeblieben Fotos: os/bim
Die Baumstämme werden dutzendweise am Wegesrand gelagert
Torben Homm von der Fortgemeinschaft
Redakteur:

Oliver Sander aus Buchholz

Webseite von Oliver Sander
Oliver Sander auf Facebook
Oliver Sander auf YouTube

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

8 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.