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Rekordinvestitionen: Niedersachsen investiert 170 Millionen Euro in Straßen und Brücken

Infrastruktur-Offensive in Niedersachsen gestartet: Rekordinvestitionen für Straßen, Brücken und Radwege

Mit einem deutlichen finanziellen Kraftakt will Niedersachsen den Sanierungsstau bei Straßen, Brücken und Radwegen abbauen. Das vorgestellte Bauprogramm 2026 markiert dabei den größten Investitionsschritt in der Geschichte des Landes.

Rund 170 Millionen Euro sollen im kommenden Jahr in die Verkehrsinfrastruktur fließen. Damit erhöht das Land seine Mittel im Vergleich zu den Vorjahren um rund 40 Prozent. Grant Hendrik Tonne, Niedersachsens Verkehrsminister, spricht von einer klaren Entscheidung für eine zukunftsfähige Mobilität und betont die Bedeutung leistungsfähiger Verkehrswege für Wirtschaft, Pendlerinnen und Pendler sowie gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land.

  • Finanzierung des Bauprogramms 2026
  • Finanziert wird das Programm aus mehreren Quellen:
  • rund 115 Millionen Euro aus dem Kernhaushalt,
  • etwa 45 Millionen Euro aus einem Sondervermögen,
  • sowie einer Reserve von zehn Millionen Euro.
  • Die zusätzlichen Mittel ermöglichen eine deutliche Ausweitung der Maßnahmen im gesamten Landesgebiet.
  • 200 Kilometer Landesstraßen werden modernisiert

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Erneuerung der Fahrbahnen. Auf rund 200 Kilometern Landesstraßen sollen die Beläge modernisiert werden. Insgesamt sind 76 größere Einzelmaßnahmen vorgesehen, um die Substanz des Netzes nachhaltig zu verbessern.

Parallel dazu treibt Niedersachsen den Masterplan Brücken voran. Für 2026 stehen acht große Projekte im Fokus, darunter drei wichtige Ersatzneubauten:

  • an der Aller bei Hodenhagen,
  • an der Oker bei Groß Schwülper,
  • sowie über die Lapau.

Mehr Geld für Radwege und Straßenmeistereien

Auch der Ausbau der Radwege wird deutlich verstärkt. Mit 26,5 Millionen Euro investiert Niedersachsen gezielt in die Radinfrastruktur. Wo möglich, werden Radwege im Zuge von Straßensanierungen erneuert, um Bauzeiten und Kosten effizient zu bündeln.

Erstmals fließen zudem größere Summen in die Straßenmeistereien. Bis 2035 sind hierfür insgesamt 75 Millionen Euro eingeplant. Bereits 2026 sollen 14 neue Spezialfahrzeuge den Betriebsdienst unterstützen.

Tausende Kilometer Straßensanierung geplant

Die Umsetzung des Bauprogramms übernimmt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Deren Präsident Timo Quander sieht darin eine anspruchsvolle Aufgabe, zugleich aber eine große Chance, die Infrastruktur an vielen Stellen spürbar zu verbessern.

Möglich wird der Investitionsschub auch durch Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz des Bundes. Ziel des Landes ist es, diese Gelder deutlich schneller als vorgesehen in konkrete Projekte umzusetzen. Insgesamt könnten so in den kommenden Jahren mehrere tausend Kilometer Landesstraßen saniert werden.

Verkehrsminister Tonne macht dabei deutlich, dass eine steigende Zahl von Baustellen bewusst in Kauf genommen wird – als sichtbares Zeichen für Fortschritt und Erneuerung.

Fragen und Antworten zur Infrastruktur-Offensive in Niedersachsen

Wie viel Geld investiert Niedersachsen 2026 in die Verkehrsinfrastruktur?

Insgesamt sollen rund 170 Millionen Euro in Straßen, Brücken und Radwege fließen – etwa 40 Prozent mehr als in den Vorjahren.

Welche Maßnahmen stehen im Mittelpunkt?

Geplant sind die Sanierung von rund 200 Kilometern Landesstraßen, mehrere große Brückenprojekte sowie ein verstärkter Ausbau der Radwege.

Welche Brücken werden erneuert?

Zu den wichtigsten Projekten zählen Ersatzneubauten an der Aller bei Hodenhagen, an der Oker bei Groß Schwülper und über die Lapau.

Wer setzt das Bauprogramm um?

Die Umsetzung übernimmt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Was bedeutet das für Verkehrsteilnehmende?

Es wird mehr Baustellen geben. Diese sind laut Landesregierung bewusst eingeplant, um den Sanierungsstau nachhaltig abzubauen.

Redakteur:

Julia Paepcke aus Buchholz

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