Mehr als 100 Polizisten im Einsatz
Großrazzia in Buxtehude: Drogen für 300.000 Euro sichergestellt
- Bei den Hausdurchsuchungen wurden u.a. Marihuana, Kokain und ein Krummdolch sichergestellt
- Foto: Polizei
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Ein großangelegter Polizeieinsatz sorgte am gestrigen Donnerstag (24. Juli) für Aufsehen in Buxtehude. Die Polizei durchsuchte in der Hansestadt zehn Objekte. Dabei wurden Drogen und verschiedene Beweismittel sichergestellt.
Hund wurde erschossen
Hintergrund ist ein seit März laufendes Ermittlungsverfahren gegen eine Gruppe mutmaßlicher Drogendealer. Am Donnerstagnachmittag rückten Beamte der zuständigen Polizeikommissariate in Stade und Buxtehude an, um sich zu den zehn Wohnungen und Geschäftsräumen Zutritt zu verschaffen. Beim gewaltsamen Betreten eines Objekts kam es zu einem Schusswaffeneinsatz: Ein Hund, der sich vor Ort befand, wurde dabei getötet. Menschen wurden nicht verletzt.
Im Visier der Ermittler standen acht Männer im Alter zwischen 24 und 58 Jahren. Die Polizei wirft ihnen gewerbsmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln vor. Die Männer sollen die Drogen u.a. in einem türkischen Kulturverein und in einer Shisha-Bar in Buxtehude sowie an anderen Stellen im Stadtgebiet verkauft haben.
- Die Polizisten beschlagnahmten auch eine Schreckschusswaffe und 10.000 Euro Bargeld
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Mehr als 100 Polizisten waren vor Ort
An der Durchsuchungsaktion waren mehr als 100 Einsatzkräfte beteiligt, darunter einige Spezialeinheiten wie die Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Bereitschaftspolizei aus Oldenburg und das Mobile Einsatzkommando aus Lüneburg. Weitere Unterstützung kam von der Technischen Einheit der Polizei Hannover sowie von der Verfügungseinheit aus Stade.
Drogen im Wert von 300.000 Euro
Die Beamten stellten bei den Durchsuchungen rund zwei Kilogramm Kokain, zwölf Kilogramm Marihuana, eine kleine Menge Ecstasy und weitere bislang nicht analysierte Substanzen sicher. Der Straßenverkaufswert der Drogen wird auf rund 300.000 Euro geschätzt. Darüber hinaus entdeckten die Einsatzkräfte mehrere gefährliche Gegenstände und Messer sowie etwa 10.000 Euro Bargeld. Die Durchsuchungen erfolgten auf Anordnung des Amtsgerichts Stade, nachdem die Staatsanwaltschaft entsprechende Beschlüsse beantragt hatte.
Fünf der Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam gebracht. Zwei von ihnen wurden nach ersten Vernehmungen mangels Haftgründen wieder entlassen. Gegen die drei mutmaßlichen Haupttäter im Alter von 33, 35 und 48 Jahren wurden Haftanträge gestellt. Sie sollen im Laufe des heutigen Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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