Mit Regionalbischöfin als prominentem Gast
Hanstedter Hof Uhlenbusch lockte über 1.000 Besucher an

Zahlreiche Besucher säumten am "Tag der offenen Tür" das Gelände des Hofes Uhlenbusch | Foto: ce
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  • Zahlreiche Besucher säumten am "Tag der offenen Tür" das Gelände des Hofes Uhlenbusch
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„...Lass dich drauf ein...“ – dieser Satz steht für den Hof Uhlenbusch zwischen Hanstedt und Ollsen und ist viel mehr als eine Aussage. Er ist eine Haltung. Und wer am vergangenen Samstag der Einladung von Bauherr Robert Spielberg zum zweiten „Tag der offenen Tür“ folgte, verstand sofort, was damit gemeint ist.

Etwa 1.100 Besucher aus der Umgegend und dem gesamten Hamburger Speckgürtel strömten auf das elf Hektar große Gelände – und ließen sich drauf ein. Auf alte Steine, Balken und dem Flair eines alten Hofes, der neues Leben bekommt. Auf eine Kapelle, die auf saftigen Weiden steht und doch mitten im Wald. Alles an einem Ort, der noch im Werden ist – und genau deshalb so viel erzählt.

Wo ein Landschulheim war, entsteht etwas Bleibendes

Wo einst ein Landschulheim mit Nebengebäuden stand, wächst heute ein Ensemble heran, das kaum Vergleiche kennt: Gasthof, Seminar- und Tagungsscheune, Apartmenthäuser, Reithalle und -ställe sowie die hofeigene Elisabeth-Kapelle – alles eingebettet in die Stille der Lüneburger Heide. "Kein Konferenzhotel von der Stange. Kein Freizeitpark. Ein Hof, der atmet und alles miteinander vereint", so Robert Spielberg. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 geplant. Wer das Gelände jetzt schon gesehen hat, weiß: Es lohnt sich, auf diesen Moment zu warten.

Der Baufortschritt: Mehr als ein Rohbau

Reithalle, Gaststall, Kapelle, ein Teich mit Pumpenhaus, die Gesindehäuser und zwei Apartmenthäuser stehen bereits und sind fertig. Der Gasthof in Fachwerk mit derzeit 60 Betten, das Herzstück des Hofes, wächst Stockwerk für Stockwerk. Keller, Erdgeschoss und erstes Obergeschoss sind abgeschlossen. Im August kommt das Dach. Parallel dazu laufen die Arbeiten in der Seminar- und Tagungsscheune auf Hochtouren: Zwei Schulungsräume und ein Auditorium für bis zu 100 Personen entstehen dort – mit Holzbalkendecken, die man nicht vergisst.

Für Reiter wird der Hof Uhlenbusch zu einem Ankerpunkt in der Region: Eine 2.000 Quadratmeter große Reithalle, ein Vielseitigkeitsplatz, Gaststallungen – und rund 180 Kilometer Reitwege im Umkreis, direkt angeschlossen an den Hof.

Eine Andacht, die unter die Haut geht

Der emotionale Höhepunkt des Tages war kaum planbar. Regionalbischöfin Marianne Gorka hielt eine Andacht in der voll besetzten Elisabeth-Kapelle. Rund 80 Menschen lauschten drinnen ihren Worten und der musikalischen Begleitung von Jens Pape. Draußen vor den Türen standen weitere 80 Zuhörer. Stille, Holz, Licht durch alte Schmiedeeiserne Fenster.

Marianne Gorka hatte das Thema bewusst gewählt: „Ein Ort des Segens – Anfangen unter Gottes Augen.“ Gegenüber dem WOCHENBLATT erklärte sie: „Ich freue mich sehr, dass man bei der Planung dieser großen Hofanlage auch an die Kirche gedacht und solch ein schönes Kapellengebäude geschaffen hat.“

Besucherstimmen vom "Tag der offenen Tür"

Besucherin Claudia Peper war begeistert – von der Kapelle und ihrer Lage inmitten der Waldidylle und von dem, was der Hof verspricht: „Es ist toll, dass das Hofgelände wieder mit Menschen und Leben gefüllt wird und dass der vorhandene alte Baumbestand erhalten bleibt.“

Gemeindedirektor Olaf Muus fand deutliche Worte: „Was man zuvor in der Theorie auf den Planungsunterlagen gesehen hat, wird jetzt hervorragend umgesetzt. Eine absolut sehens- und bewundernswerte Leistung und ein Gewinn sowohl für Hanstedt als auch für die gesamte Region.“

Fachwerk, Feuerwehr und ein Holznagel

Neben den Besichtigungen gab es am Aktionstag noch mehr zu erleben: Die Freiwillige Feuerwehr Hanstedt simulierte eine Menschenrettung aus einem brennenden Gebäude – ein Einsatz, der Respekt verdient. Und der Winsener Fachwerk-Spezialist Emil von Elling zeigte, was bald die Front des Gasthofs zieren wird: handwerklich gefertigtes Fachwerk, das als Fassade vor die Konstruktion gesetzt wird. Bauherr Robert Spielberg ließ es sich nicht nehmen, nach gutem Brauch einen Holznagel in den Balken einzuschlagen. "Ein kleiner Akt. Und doch: genau das richtige Symbol für einen Ort, der mit Händen gebaut wird, die etwas können", so Spielberg.

Passend zum "Tag der offenen Tür" geht der Bauherr bereits jetzt auf Instagram unter @hofuhlenbusch und mit einer eigenen Website www.hofuhlenbusch.de bedacht in die Öffentlichkeit.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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