Coronavirus im Landkreis Harburg
Mehrheit fordert Corona-Zahlen für die einzelnen Samtgemeinden

Ein deutliches Ergebnis: 93,23 Prozent der WOCHENBLATT-Leser wünschen sich, genauer informiert zu werden
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Günter Meschkat fordert, die Corona-Infektionen bezogen auf die Samtgemeinden zu veröffentlichen. 

mum. Hanstedt/Winsen.
Das ist ein deutliches Ergebnis: 93,23 Prozent der WOCHENBLATT-Leser wünschen sich, genauer informiert zu werden, wie sich die Corona-Infektionen verteilen. Lediglich 6,77 Prozent gaben bei einer Online-Befragung auf www.kreiszeitung-wochenblatt.de an, dass ihnen die Zahlen für den gesamten Landkreis reichen.
Wie berichtet, hatte Günter Meschkat, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender der SPD in Hanstedt, die aktuelle Praxis der Nennung der Fallzahlen kritisiert. "Die Zahlen werden nur für den Landkreis insgesamt veröffentlicht. Über die Situation in den Samtgemeinden erfahren wir nichts", so Meschkat im WOCHENBLATT. Ihm zufolge seien da andere Landkreise besser aufgestellt - etwa der Heidekreis. Meschkat ist davon überzeugt, dass die Corona-Fallzahlen für die Samtgemeinden viele Bürger interessieren. "Viele Menschen, mit denen ich spreche, sagen mir, dass sie sich dann besser informiert fühlen." Transparenz sei gerade in Krisenzeiten wichtig. "Die Samtgemeinden sind uns näher als der Landkreis. Mir ist klar, dass die Corona-Fallzahlen nicht für einzelne Gemeinden veröffentlicht werden dürfen. Das geht aus Datenschutzgründen nicht." Für die Samtgemeinden (etwa 6.000 und mehr Einwohner) dürfte das aber kein Problem sein.
Unterstützung bekommt der Hanstedter von Regina Spandau-Mylius. Auch die ehemalige Ortsbürgermeisterin von Holm-Seppensen wünscht sich eine detailliertere Aufschlüsselung: "Ich bin dafür, dass die Zahlen detailliert veröffentlicht werden. Wenn ich wüsste, dass in Holm-Seppensen noch Corona-Fälle existieren, wäre ich auf jeden Fall noch vorsichtiger."
Der Landkreis sieht hingegen keinen Grund, etwas zu ändern. "Es ist nachvollziehbar, dass es im Hinblick auf die Art und Weise der Veröffentlichung der Corona-Zahlen unterschiedliche Ansichten gibt", sagt Landkreis-Sprecherin Katja Bendig. "Wir bleiben aber bei unserer Handhabung, die im Übrigen mit den Bürgermeistern aller Samt- und Einheitsgemeinden sowie der Städte Winsen und Buchholz abgestimmt ist."
Im Landkreis Harburg seien alle Samt- und Einheitsgemeinden sowie Städte von Corona betroffen. "Wir wollen weder dort Panik schüren, wo es vielleicht einen Anstieg gibt, noch dort Anlass für Sorglosigkeit bieten, wo es aktuell vielleicht nur sehr wenige Fälle gibt", so Bendig.

Ein deutliches Ergebnis: 93,23 Prozent der WOCHENBLATT-Leser wünschen sich, genauer informiert zu werden
Günter Meschkat ist stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender der SPD in Hanstedt
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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