Wenn ein Sarg zum Treffpunkt wird
Offener Umgang mit Tod und Trauer kommt gut an
- Nicole Honeck (li.) und Verena Brunnbauer fanden mit ihrer unkonventionellen Sargbar großen Anklang
- Foto: hg
- hochgeladen von Heidi Goch-Lange
Mit Austausch, Kreativangeboten und ungewöhnlichen Denkanstößen hat die Trauermesse „Sehen wir uns an der Sa(r)gbar?“ viele Besucher auf den Alten Geidenhof nach Hanstedt gelockt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen zog Initiatorin Silke Fiehn ein positives Fazit.
Die Hanstedter Trauerbegleiterin hatte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Ambulanten Hospizdienst im Kirchenkreis Winsen sowie den Bestattungsinstituten Peper und Rümpel-Corde organisiert. Ziel war es, den Tod aus der Tabuzone zu holen und einen offeneren Umgang mit Themen wie Abschied, Vorsorge und Trauer zu fördern.
Besonderes Interesse galt der „Sargbar“ aus dem österreichischen Linz. Die Bestatterinnen Verena Brunnbauer und Nicole Honeck luden die Besucher zu Gesprächen über Leben, Sterben und persönliche Wünsche ein. „Die Frauen von der Sargbar leisten wertvolle Arbeit. Sie stellen zum Thema Tod tolle Fragen an die Lebenden“, sagte Silke Fiehn. Nicole Honeck zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Wir sind dafür da, Berührungsängste abzubauen und die Menschen das Tabu-Thema Tod so bunt und positiv wie möglich näherzubringen. Dies ist auch hier in Hanstedt gelungen.“
Neben Informationsständen von Hospizdiensten, Bestattern und weiteren Ausstellern konnten Besucher einen Sarg bemalen, Urnen gestalten oder ihre Wünsche für das Leben auf einer „Löffelliste“ festhalten. Auch für Kinder gab es kreative Angebote. Für die Organisatoren war die Veranstaltung ein gelungenes Beispiel dafür, wie offen und zugleich lebensnah über Tod und Trauer gesprochen werden kann.
Redakteur:Heidi Goch-Lange aus Buchholz |
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