Kreisschulausschuss tagt im März
Eltern fordern eine IGS für Hanstedt

Haben den Informationsabend zur IGS organisiert (v. li.): Die Mitglieder des Schulelternrats der Oberschule Hanstedt, Franziska Schulthoff und Markus Rosenbrock sowie die Vorsitzende Silke Dolle.
  • Haben den Informationsabend zur IGS organisiert (v. li.): Die Mitglieder des Schulelternrats der Oberschule Hanstedt, Franziska Schulthoff und Markus Rosenbrock sowie die Vorsitzende Silke Dolle.
  • Foto: Schulthoff
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as. Hanstedt. Wie geht es weiter mit der Schulentwicklung im Landkreis Harburg? Während an den Oberschulen (OBS) oft noch Plätze frei sind, haben die Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen (IGS) lange Wartelisten für neue Schüler. Seit 2019 befasst sich der Kreistag mit einer Neugestaltung der Landschaft. Eine Entscheidung konnte bisher jedoch nicht getroffen werden. Denn das Thema ist heiß umkämpft: in fast allen Kommunen wird eine IGS bevorzugt, doch dafür reicht der Bedarf bei weitem nicht aus. Am Mittwoch, 2. März, um 15 Uhr ist die Schulentwicklungsplanung erneut Thema im Kreisschulausschuss im Kreishaus (Schloßplatz 6) in Winsen. Zu viel Zeit sollte sich die Politik für ihre Entscheidung nicht lassen. Wenn die "Reform" zu Beginn des Schuljahres 2023/24 im Sommer 2023 umgesetzt werden soll, müssen die Antrage für die neuen Schulformen bis spätestens 31. Oktober beim Niedersächsischen Kultusministerium eingereicht sein. 

Auch die Bewohner der Samtgemeinde Hanstedt wünschen sich, dass die OBS in Hanstedt zu einer IGS umgewandelt wird. Am Montag hatte der Elternrat der OBS Hanstedt zu der Informationsveranstaltung „IGS für Hanstedt“ geladen. Über 80 Interessierte - Eltern, lokale Politiker  sowie Mitglieder des Kreisschulausschusses, waren der Einladung gefolgt.

Elternratsmitglied Markus Rosenbrock gab einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Gesamtschulen in Niedersachsen. Stand heute gibt es landesweit bereits 143 Gesamtschulen. Gäbe es eine IGS in Hanstedt, könnten alle Schulabschlüsse - auch das Abitur - hier erreicht und alle Kinder aus der Samtgemeinde gemeinsam beschult werden, betonte die Vorsitzende des Schultelternrats, Silke Dolle. Täglich pendeln etwa 600 Schüler und Schülerinnen aus der Samtgemeinde Hanstedt mit Schulbussen, um in Buchholz, Salzhausen und Jesteburg eine weiterführende Schule zu besuchen. Dolle: "Die Schülerzahlen unserer drei Grundschulen reichen aus, um vor Ort eine vierzügige IGS einzurichten." Das würde die Fahrtkosten für den Landkreis Harburg verringern und eine stärkere Vernetzung mit der Region fördern. Auch das Vereinsleben in der Samtgemeinde würde davon profitieren. Zwar sei die Arbeit der OBS Hanstedt sehr erfolgreich, aber die OBS könne eben nicht alle Bildungsabschlüsse anbieten. Einblicke in die Praxis einer IGS ermöglichten als Gastredner von der IGS Buchholz Schulleiter Holger Blenck und Elternratsvorsitzende Nicole.

In der anschließenden Diskussionsrunde entwickelte sich zwischen den Eltern und den politischen Vertretern eine temperamentvolle Debatte: Hanstedts Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus und André Bock, Mitglied im Kultusausschuss des Niedersächsischen Landtags und Kreistagsmitglied (CDU), stellten sich den zahlreichen Fragen. 

Der Elternrat der Oberschule Hanstedt appelliert an die Eltern der Grundschulkinder im Landkreis Harburg, an der Elternbefragung zur gewünschten Schulform teilzunehmen, da diese zur Entscheidungsfindung des Kreistags beiträgt.

Der Abend wurde mit einem klaren Auftrag an die politischen Vertreter der Samtgemeinde beendet: "Wir wollen zeitnah eine Integrierte Gesamtschule in unserer Samtgemeinde! Bitte handeln Sie schnell!"

Der Elternrat der OBS Hanstedt informiert via Instagram zur IGS: igsfuerhanstedt.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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