Audi-Zentrum geplant: Kuhn+Witte will Dependance in Seevetal gründen

So sieht der Entwurf für das Audi-Zentrum in Fleestedt aus
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  • Foto: Kuhn+Witte
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kb. Jesteburg/Seevetal. Von Buxtehude bis Winsen, von der Elbe bis nach Tostedt: Mit seinem geplanten Audi-Zentrum in Seevetal will das Jesteburger Autohaus Kuhn+Witte gemeinsam mit dem Audi-Konzern Kunden aus der gesamten Region erreichen. Auf einer Gesamtfläche von 17 Hektar soll in unmittelbarer Nähe zur A7 in Fleestedt ein Autohaus mit einer Grundfläche von 1.500 Quadratmetern entstehen. Die Investition liege fast im zweistelligen Millionenbereich, so Dietmar Elsasser, Audi-Gesamtvertriebsleiter Region Nord, bei der Vorstellung der Pläne im Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Seevetal. Audi fördert den Bau in Fleestedt - wenn das Autohaus bis spätestens Mitte 2018 eröffnet wird.
"Wir wollen uns neuen Herausforderungen stellen", machte Oliver Bohn, einer der vier Geschäftsführer von Kuhn+Witte, im Planungsausschuss deutlich. Aktuell gebe es keinen Audi-Partner mit Vertriebsvertrag im Raum Harburg. Auf der Suche nach einem potenziellen Standort habe sich das Unternehmen zahlreiche Flächen angesehen, das Areal an der Straße "Jesdal" in Fleestedt punkte vor allem durch die gute Verkehrsanbindung zu A1 und A7.
Für Seevetal ist Kuhn+Witte ein attraktiver Gewerbesteuerzahler. Der anvisierte Umsatz liegt jährlich bei 35 Millionen Euro, 900 Neu- und 1.000 Gebrauchtwagen sollen pro Jahr in Fleestedt verkauft werden. Zudem würden dort 80 neue Arbeitsplätze entstehen. Entsprechend positiv bewertete Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen die Pläne des Jesteburger Unternehmens: "Das könnte zu einer einmaligen Chance werden." Bei Kuhn+Witte handele es sich um einen sehr interessanten Wirtschaftsbetrieb aus der Region mit einer guten Reputation, ein Audi-Zentrum könne überregionale Strahlkraft entwickeln. "Wir haben hohes Interesse daran, ein Unternehmen wie dieses in unserer Gemeinde anzusiedeln", so Oertzen. Das Thema sei bereits im Verwaltungsausschuss (VA) diskutiert worden. "Die Frage, ob seitens der Politik Interesse an dieser Ansiedlung besteht, ist einstimmig bejaht worden", berichtete Oertzen.
Um den Verkehr in Fleestedt im Bereich Jesdal/Winsener Landstraße besser steuern zu können, soll dort ein fünfarmiger Kreisel gebaut werden, dessen Kosten Kuhn+Witte zumindest zu etwa einem Fünftel mittragen will. Die Gemeinde will dort etwa 400.000 Euro investieren. Das blieb im Ausschuss nicht ohne Kritik. "Die Kosten für den Kreisel soll Kuhn+Witte komplett tragen", so Gerhard Nobis (Grüne). Schließlich habe die Gemeinde selbst den Kreiselbau bereits vor Jahren wegen der zu hohen Kosten ad acta gelegt. Martina Oertzen verteidigte den Schritt: "Wir erwarten, dass Seevetal durch die Gewerbeansiedlung künftig Einnahmen erzielt, deshalb können wir den Kreisel jetzt anfassen."
Nachdem der Planungsausschuss sich einstimmig für den Bau des Audi-Zentrums ausgesprochen hat, ist nun der VA dran. Er könnte auf seiner Sitzung am kommenden Mittwoch, 28. September, den Aufstellungsbeschluss fassen. Baubeginn könnte bereits im Juni kommenden Jahres sein. Zeitnah sollen der Ortsrat Fleestedt und die Bürger über die Planungen informiert werden.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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