Stellungnahmen im Wortlaut
Tötungsdelikt in Stade: Ministerpräsident Olaf Lies spricht von "schockierender Tat"
- In einer Mutter-Kind-Wohneinrichtung in Stade ereignete sich am Montag eine grausame Bluttat
- Foto: jd
- hochgeladen von Jörg Dammann
Nach der schrecklichen Gewalttat in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade, bei der nach bisherigen Erkenntnissen sechs Menschen ums Leben kamen, dauern die Ermittlungen der Polizei an. Die Ermittler gehen derzeit von einer Beziehungstat mit familiärem Hintergrund aus. Der mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen.
Neben der Anteilnahme vieler Bürgerinnen und Bürger haben sich inzwischen auch Vertreter aus Politik und Verwaltung zu Wort gemeldet. Das WOCHENBLATT dokumentiert die Stellungnahmen unkommentiert und im Wortlaut:
Kai Seefried, Landrat des Landkreises Stade
„Auch 24 Stunden nach der schrecklichen Gewalttat in Stade ist das Erlebte nicht zu verstehen, zu verarbeiten oder in Worte zu fassen. Mir geht es hier genauso wie vielen Menschen in unserer Region, die großes Leid und Trauer empfinden. Gleichzeitig erleben wir eine bundesweite Anteilnahme und Unterstützung, für die ich sehr dankbar bin.
Der gestrige Tag ist ein so unfassbar trauriger und hat so viel Leid mit sich gebracht. Ich bin zutiefst erschüttert über die abscheuliche Gewalttat. In meinen Gedanken bin ich bei den Opfern, ihren Familienangehörigen und Freunden. Ihnen gilt mein aufrichtiges Mitgefühl. Gleichzeitig danke ich allen Einsatzkräften, Seelsorgern und Betreuern vor Ort von Herzen für ihre großartige Arbeit. Das alles ist nur schwer erträglich!
Als Landrat möchte ich auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, die alles getan haben, um den Betroffenen vor Ort die größtmögliche Unterstützung und Betreuung zu bieten. Das Zusammenwirken aller am Einsatz Beteiligten hat mich zutiefst beeindruckt und erfüllt mich mit großem Respekt und Dankbarkeit.“
Olaf Lies, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen
„Die Vorkommnisse in Stade sind erschütternd und machen die gesamte Landesregierung tief betroffen. Wir sind in Gedanken bei den Opfern, deren Familien und Freunden und bei allen, die das furchtbare Geschehen miterleben mussten. Wir trauern um die Menschen, die ihr Leben verloren haben.
Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften, die in dieser schwierigen Situation schnell und entschlossen gehandelt sowie Trost gespendet und Hilfe geleistet haben. Die zuständigen Behörden arbeiten intensiv daran, die Hintergründe dieser schockierenden Tat aufzuklären.
Ich bitte alle darum, jetzt keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und den Ermittlungen den nötigen Raum zu geben – es ist jetzt die Zeit für Trauer, Anteilnahme und sachliche Ermittlungsarbeit und nicht für Spekulationen und Verunsicherung.
Daniela Behrens, Innenministerin des Landes Niedersachsen
„Heute ist ein entsetzlicher Tag für Stade und für ganz Niedersachsen. Sechs Menschen wurden hier in einer Einrichtung der Jugendhilfe auf brutale Weise aus dem Leben gerissen. Nach allem, was wir bis jetzt wissen, wurden sie von einem dringend tatverdächtigen Mann erschossen.
Viele Umstände und Details dieser furchtbaren Tat sind am heutigen Abend noch unklar. Die Polizei ermittelt unter Hochdruck zum Motiv und zum genauen Tathergang. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um eine Tat, die aus familiären Motiven begangen wurde. Um eine extreme, kaltblütige Gewalttat ohne politische oder wirtschaftliche Hintergründe. Der mutmaßliche Schütze konnte dank des schnellen und konsequenten Eingreifens der Polizeibeamtinnen und -beamten kurz nach der Tat festgenommen werden. Er befindet sich in Polizeigewahrsam. Eine Schusswaffe wurde bei der Festnahme sichergestellt.
Das Leid, das der Täter hier in Stade ausgelöst hat, ist schwer zu begreifen und noch schwerer in Worte zu fassen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, bei ihren Familien und Freunden und bei all denen, die diese brutale Tat heute miterleben mussten. Ich wünsche allen, die den heutigen Einsatz bewältigen mussten, ganz viel Kraft dabei, das Erlebte zu verarbeiten und zu bewältigen. Diese schreckliche Tat wird Stade lange beschäftigen und sie wird Spuren hinterlassen. Nicht nur bei denen, die direkt betroffen sind oder einen geliebten Menschen verloren haben. Deshalb möchte ich mich bei allen bedanken, die heute und in den nächsten Tagen dafür arbeiten, dass das Leben irgendwie weitergehen kann, der unglaublichen Trauer und der Wut zum Trotz.
Mir war es ein Anliegen, heute Abend hier zu sein und meine Solidarität und Anteilnahme zu bekunden. Mit den Opfern, mit den Angehörigen, mit den Einsatzkräften und mit der ganzen Stadt.“
Marco Prietz, Präsident des Niedersächsischen Landkreistages (NLT)
„Der Tod von sechs Menschen in Stade erschüttert uns zutiefst. Beschäftigte der Jugendhilfe, die Kindern und Erwachsenen in familiären Krisen beistehen und sie schützen wollten, wurden grausam aus dem Leben gerissen. Unsere Gedanken sind bei der Familie, sie haben ihre Liebsten verloren. Wir denken an die Kolleginnen und Kollegen in der Einrichtung und in den Jugendämtern. Es war die unfassbare Tat eines brutalen Menschen, die uns sprachlos macht. Dies ist ein Moment tiefer Trauer, unser Mitgefühl gilt den Betroffenen. Dieser Moment mahnt uns, einander zu respektieren und gegenseitig schützen, für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“
Sebastian Lechner, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen
„Die furchtbare Tat in Stade macht uns tief betroffen und fassungslos. Sechs Menschen haben in einer Einrichtung, die Schutz und Geborgenheit bieten soll, ihr Leben verloren, weitere wurden verletzt. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind in diesen schweren Stunden bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen. Wir verfolgen die Ermittlungen aufmerksam und vertrauen darauf, dass die Hintergründe dieser unfassbaren Tat lückenlos aufgeklärt werden.”
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
|
| Webseite von Jörg Dammann | |
| Jörg Dammann auf Facebook | |
| Jörg Dammann auf Instagram | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.