Klettern, rutschen, balancieren
Auf dem Schulhof dieser Stader Grundschule darf tüchtig getobt werden
- Jens Driessen (li.) und Reiner Jacob (re.) von der Hansestadt Stade freuen sich mit Schulleiterin Angela Merbeth und Konrektor Jörn Herbers über das neue Spielgerät
- Foto: Hansestadt Stade
- hochgeladen von Jörg Dammann
Auf dem Schulhof der Pestalozzi-Grundschule in Stade kann neuerdings nach Herzenslust geklettert, gehangelt, balanciert und gerutscht werden. Dort steht jetzt ein Spielgerät, auf dem sich die Grundschüler in Pausen ordentlich austoben können. Und das Beste daran: Nach Schulschluss dürfen es auch die Kinder aus der Nachbarschaft nutzen. Damit wird das Spielplatzangebot im Stader Stadtteil bereichert.
Mehr Platz zum Toben
Seit dem Umzug der Pestalozzi-Grundschule in die ehemaligen Räume der Hauptschule war klar: Für Grundschulkinder braucht es auf dem Gelände mehr als Asphalt und ein bisschen Freifläche. Vor allem angesichts steigender Schülerzahlen reichen die bisherigen Spielmöglichkeiten auf dem Pausenhof nicht aus. Die Stadt will das Schulgelände deshalb nach und nach stärker auf die Bedürfnisse jüngerer Kinder zuschneiden.
Kletternetz, Rutsche und Hangelparcours
„Für unsere Kinder ist das neue Spielgerät eine große Bereicherung“, sagt Schulleiterin Angela Merbeth. Wichtig sei gewesen, ein Angebot zu schaffen, das zum Grundschulalter passe, aber trotzdem nicht nach fünf Minuten langweilig werde. Besonders freue sie, dass viele Kinder gleichzeitig spielen, klettern und sich ausprobieren könnten.
Die Wahl fiel auf ein großes Fachwerk-Seilspielgerät. Was etwas nach Ingenieursprüfung klingt, ist in der Praxis vor allem eins: ein ziemlich vielseitiger Kletterplatz. Dazu gehören ein Kletternetz, eine Edelstahlrutsche sowie ein angeschlossener Balancier- und Hangelparcours. Zusammen bietet der Spielbereich Platz für Kinder aus mehr als drei Klassen gleichzeitig. Bei der Auswahl durften übrigens nicht nur Erwachsene mitreden. Neben Schulleitung, Lehrkräften und Hausmeister wurden auch Kinder einbezogen. Schließlich wissen die künftigen Nutzer meistens ziemlich genau, was auf einem Spielplatz Spaß macht – und was eher nicht.
Bauen auf dem Hügel
Ganz einfach war die Umsetzung allerdings nicht. Das Spielgerät steht auf dem Kopf eines Hügels. Schwere Fahrzeuge und Baumaschinen kommen dort nur eingeschränkt hin. Deshalb mussten Geräte, Materialien und Bauweise so gewählt werden, dass möglichst wenig schwere Technik nötig war. Auch der Fallschutz wurde aus Elementen zusammengesetzt, die einzeln transportiert werden konnten. Jens Driessen von der städtischen Abteilung Umwelt und Freiraumplanung spricht deshalb von einer Planung, bei der sowohl die örtlichen Bedingungen als auch die Wünsche von Schule und Kindern zusammengebracht werden mussten.
Das Ergebnis soll aber ausdrücklich nicht nur den Schülerinnen und Schülern zugutekommen. Nach Unterrichtsschluss steht der Bereich allen Kindern aus der Nachbarschaft offen.
Weitere Spielmöglichkeiten geplant
Die Arbeiten hatten Anfang Februar begonnen. Anfang August wurde die Anlage abgenommen, pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres kann sie jetzt genutzt werden. Abgeschlossen ist die Umgestaltung des Außengeländes damit aber nicht. Die bisherige Bolzwiese soll zu einem ganzjährig nutzbaren Multifunktionsspielfeld weiterentwickelt werden. Außerdem plant die Stadt einen inklusiven Spielbereich und eine Laufbahn. Perspektivisch könnte sogar noch eine Hangrutsche hinzukommen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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