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Keine Corona-Notbremse im Landkreis Stade

Die Stader Klassiker hat er schon im Block

Matthias Beckmann mit seiner Zeichnung des Hafenkrans
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  • Matthias Beckmann mit seiner Zeichnung des Hafenkrans
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Die "Uul" ist eingeflogen: Stipendiat Matthias Beckmann zeichnet kontrastreiche Stadt-Reportage


tp. Stade. "Fühl dich frei und kümmere dich um das, was du am liebsten tust und am besten kannst": Dieser Luxus wird jetzt dem Zeichner Matthias Beckmann (53) aus Berlin auf Einladung der Stader Stiftung für Kultur und Geschichte zuteil. Seit rund zwei Wuchen ist er als Träger des Stipendiats "Stader Uul" (Stader Eule) im Pförtnerhaus zu Gast. Sein besonderer Kreativ-Auftrag: eine Zeichenreportage über das neue und alte Stade.

Von seinem Eulennest, dem Pförtnerhaus an der Bremervörder Straße, vor dem eine Flagge mit dem Berliner Bären im heißen Sommerwind weht, spaziert Beckmann nun täglich ins Stadtgebiet, um die für ihn interesasanten Motive auf Papier zu bannen. Beckmann, der als Bundestagszeichner und Haus-Zeichner des Regionalsenders rbb deutschlandweit Bekanntheit erlangt hat, ist zum ersten Mal in Stade und empfindet die Stimmung in der Schwinge-Stadt - trotz des derzeitigen Touristenansturms - als "relativ ruhig und entspannt".

Wie ein typischer Urlauber hat er in der Kennenlernphase zunächst die historischen Sehenswürdigkeiten angesteuert: den Alten Hafen am Fischmarkt mit dem Schwedenspeicher, dem Holzkran und den belebten Cafés, den Spiegelberg, die Altstadtkirchen St. Cosmae und St. Wilhadi, die er noch besteigen möchte, den Stadthafen mit dem Wohn-Rundbau im alten Gasometer und dem Stader Hafenkran von 1927. Das restaurierte technische Denkmal hat Beckmann bereits "im Block".

Täglich drei bis sechs Zeichnungen im A4-Format schafft Beckmann, der nach eigenem Bekunden zügig im linearen Stil zeichnet. Jetzt, wo er die meisten Klassiker in der Altstadt besucht hat, zieht es ihn in die umliegenden Stadtteile: das Industriegebiet an der Elbe in Bützfleth, das Ex-Kasernenviertel Ottenbeck, die preußische Festung Grauerort, das Gelände des stillgelegten Atomkraftwerkes, Dow Chemical, das Multi-Kulti-Quartier Altländer Viertel und den Sanierungsstadtteil Hahle. Kunstfreunde dürfen sich also auf eine kontrastreiche Zeichenreportage freuen. Beckmanns Bilder von Stade werden von Montag bis Freitag, 15. bis 26. Oktober, in einer Kunstausstellung im Rathaus gezeigt.

Matthias Beckmann würde sich freuen, während seines Stade-Aufenthaltes mit Bürgern ins Gespräch zu kommen: Er ist mit Zeichenutensilien und einem Angler-Klapphocker mit dem Fahrrad unterwegs und somit leicht zu erkennen.

Weitere Infos über den mehrfach ausgezeichneten Künstler Matthias Beckmann stehen im Internet unter http://www.matthiasbeckmann.com

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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