Bei Minusgraden raus aus dem Haus
Diese Menschen der Region trotzen der eisigen Kälte

Bei Wind und Wetter draußen: Julia Martens (li.) mit Nancy und Nina Oldenburg mit Chucky
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Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

jab/thl. Landkreise Stade und Harburg. Glätte, Schneetreiben, beißender Wind: Die Eiseskälte hat die Region derzeit fest im Griff. Dennoch gibt es Menschen, die auch dann noch rausgehen, wenn andere keinen Fuß mehr vor die Tür setzen wollen. Das WOCHENBLATT hat mit einigen von ihnen gesprochen.

Löschwasser wird zum Problem

Das Löschwasser ist an der Hauswand gefroren
  • Das Löschwasser ist an der Hauswand gefroren
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• "Kalte Temperaturen bringen die Gefahr des Auskühlens mit, daher werden relativ schnell bei großen oder lang andauernden Einsätzen Versorgungskomponenten mitalarmiert, die warme Getränke und Speisen reichen. So wie am vergangenen Wochenende beim Dachstuhlbrand in Buchholz", erklärt Matthias Köhlbrandt, Kreispressewart der Feuerwehr Landkreis Harburg. Grundsätzlich biete die Schutzkleidung aber auch ausreichend Schutz vor der Kälte.

Doch an Einsatzstellen lauern noch weitere Gefahren. "Durch gefrierendes Löschwasser mit Glatteisbildung", so Köhlbrandt. "Hier wird Streusalz von den Feuerwehren mitgeführt und schnell der jeweilige Bauhof zum Streuen nachgefordert." Weiter bestehe die Gefahr, dass Pumpen und Schläuche einfrieren. Dagegen könne man wenig machen. "Da bleibt nur zu hoffen, dass durch die Wasserzirkulation dieses nicht oder nur eingeschränkt geschieht."

Eigene Sicherheit geht vor

Die Polizeikommissare Lars Bräuer (li.) und David Wehber müssen bei jedem Wetter raus auf die Straße
  • Die Polizeikommissare Lars Bräuer (li.) und David Wehber müssen bei jedem Wetter raus auf die Straße
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• Lars Bräuer und David Wehber sind Polizeikommissare in Stade. Ihre Arbeit im warmen Büro kann jederzeit durch eine Alarmierung unterbrochen werden. Geht es zu einem Unfall kann es schon mal ungemütlich werden. Zwei Stunden Unfallaufnahme auf offenem Feld bei eisigem Wind sind kein Spaß.

Die Straßenverhältnisse wie Glatteis können auch für die Polizisten gefährlich werden. "Wenn wir draußen auf der Autobahn stehen und die Fahrzeuge an einem vorbeirasen, ist das schon ein komisches Gefühl", sagt Wehber. Und auch wenn sie zu einem Einsatz mal etwas schneller unterwegs sein müssen: Die eigene Sicherheit geht immer vor.

Verkaufen bei Minusgraden

Marktverkäuferin Maren von Ass hat dank Zwiebellook, Heizstrahler und Teppich kein Problem mit der Kälte
  • Marktverkäuferin Maren von Ass hat dank Zwiebellook, Heizstrahler und Teppich kein Problem mit der Kälte
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• In der Stader Altstadt stehen trotz Minusgraden die Marktverkäufer. Eine von ihnen ist Maren von Ass. Seit fünf Jahren verkauft sie Obst, Kartoffeln und Honig für den Obsthof Köser. Den Stand schützt sie gegen die Kälte und den Wind mit Planen. Für sie ist der Zwiebellook eine gute Möglichkeit, der Kälte zu trotzen.

Doch von Ass hat noch einen weiteren Trick, um sich warm zu halten. Zu ihren Füßen schützt sie ein Teppich vor der Kälte und vor Feuchtigkeit. Im Rücken wärmt sie ein Heizstrahler. Hinzukommt dann noch die Bewegung, während sie die Kunden bedient. "Kalte Füße habe ich nie."

Unterm Zelt zu kalt

Auch unter den Zelten lässt sich nur bis zu einer bestimmten Temperatur arbeiten
  • Auch unter den Zelten lässt sich nur bis zu einer bestimmten Temperatur arbeiten
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• Beim Bauunternehmen Viebrock aus Harsefeld wissen die Verantwortlichen sich bei niedrigen Temperaturen zu helfen. Ab Dezember bis ca. Februar werden Häuser unter einem Zelt gebaut. "Das ist ein schöner Wetterschutz, aber bei sieben Grad minus hilft auch das nicht mehr", weiß Vorstandsmitglied Wolfgang Werner. Probleme bereitet dann unter anderem der Beton, der unter fünf Grad nicht mehr bindet. Aber auch die Handwerker fangen mit der Zeit an zu frieren, auch wenn sie sich permanent bewegen.

Im Unternehmen wird daher darauf geachtet, dass die Rohbauten möglichst noch im Dezember geschlossen werden. So könnten die anderen Gewerke den Innenausbau vornehmen. "Da gibt es dann auch die Möglichkeit, mit Heizgeräten das Haus etwas aufzuwärmen", sagt Werner. Bisher mussten nur ungefähr zwei Tage "Schlecht Wetter" gemacht werden, sagt Werner.

Pferde müssen versorgt werden

Auch bei Schnee und Frost draußen: Nina Oldenburg mit Chucky (li.) und Julia Martens mit Nancy
  • Auch bei Schnee und Frost draußen: Nina Oldenburg mit Chucky (li.) und Julia Martens mit Nancy
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• Nina Oldenburg und Julia Martens kümmern sich täglich um ihre beiden Pferde Chucky und Nancy. Um auf der Weide nicht zu frieren, ziehen sie sich zwar warm, aber nicht zu dick an. "Wenn du aussiehst wie ein Michelin-Männchen, behindert das nur", sagt Oldenburg. Ansonsten hilft Bewegung, um warm zu bleiben: Pferdemist aufsammeln, mit der schweren Karre wegfahren, Wasser tragen, Fell- und Hufpflege, keine Chance auszukühlen.

Häufig gehen Oldenburg und Martens mit den Pferden spazieren. "Dabei wird uns nicht so schnell kalt und es stärkt die Verbindung zwischen Mensch und Tier", erklärt Oldenburg. Geritten wird aber auch, wenn es das Wetter zulässt.

Den Pferden hingegen macht der Frost nichts aus. Sie sind es gewohnt, draußen zu sein, haben ein dickes Winterfell und ein Zelt zum Unterstellen. "Wenn wir die beiden nach getaner Arbeit ihr Futter mampfen sehen, dann sind wir glücklich und zufrieden", sagt Martens. Und das wärmt dann auch von innen.

Schnee satt: So schön ist der Winter!
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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