Wintereinsatz bei Sturm „Elli“:
Feuerwehr Wiepenkathen im Dauereinsatz
- Der Einsatztag beginnt im Morgengrauen
- Foto: Freiwillige Feuerwehr Wiepenkathen
- hochgeladen von Nicola Dultz
Starke Schneefälle, blockierte Straßen, schwere Schneelasten – über 170 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Stade waren beim Sturm Elli im Einsatz
Schnee, Sturm und eisige Temperaturen: Sturmtief „Elli“ hat der Freiwilligen Feuerwehr Wiepenkathen und vielen weiteren Einsatzkräften aus dem Landkreis Stade am vergangenen Wochenende alles abverlangt. Was als routinierter Wintertag begann, entwickelte sich binnen Stunden zu einem der aufwendigsten Einsätze der letzten Jahre – mit mehr als 170 beteiligten Feuerwehrleuten aus der Region. Die Freiwillige Feuerwehr Wiepenkathen gewährt dem WOCHENBLATT einen Blick hinter die Kulissen.
Früher Einsatzbeginn und erste Hilfeleistungen
Am Freitagmorgen trafen die ersten 25 Kameraden in der Dunkelheit im Feuerwehrhaus ein. Unterstützt durch einen Traktor und Radlader örtlicher Betriebe, begannen sie den Tag mit Aufräumarbeiten und einem gemeinsamen Frühstück – bis die ersten Einsätze eintrafen.
Zunächst galt es, einen vollgelaufenen Keller zu sichern. Wenig später wurde die Wehr zur Bundesstraße 74 gerufen: Zwei Lkw waren am Perlberg steckengeblieben. Dank schwerem Gerät konnten die Fahrzeuge schnell befreit und der Verkehr wieder freigegeben werden.
Schneeräumung am Feuerwehrzentrum – Hilfe auch für den Rettungsdienst
Währenddessen unterstützte ein Mitglied der Altersabteilung mit eigenem Traktor das Feuerwehrtechnische Zentrum des Landkreises Stade. Dort war der Dienst-Schlepper ausgefallen. Durch den Einsatz des privaten Fahrzeugs wurde das Betriebsgelände geräumt – wichtig, damit auch die DRK-Notfallsanitäter gefahrlos ausrücken konnten.
Großeinsatz wegen Schneelast auf Baumarktdach
Die für den Abend geplante Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Wiepenkathen war bereits vorsorglich abgesagt worden – eine kluge Entscheidung. Denn nach dem Abendessen alarmierten die Funkmelder erneut: Auf dem Dach eines Baumarkts im Gewerbegebiet Am Steinkamp hatte sich gefährliche Schneelast gebildet. Die Feuerwehr rückte umgehend aus – zeitgleich wurde ein ähnlicher Einsatz aus Buxtehude gemeldet.
Drehleitern, Absturzsicherung und Spezialkräfte im Einsatz
Schnell wurde Verstärkung alarmiert: Zwei Drehleitern aus Stade, die Fachgruppe Absturzsicherung, eine weitere Drehleiter aus Bremervörde sowie der Fachzug Energie der Kreisfeuerwehr. In einer Einsatzbesprechung wurde das Vorgehen koordiniert – Einsatzkräfte räumten das Dach unter widrigsten Bedingungen. Alle 30 Minuten wurde das Personal gewechselt, um Pausen bei Eiseskälte zu ermöglichen.
Über 170 Einsatzkräfte räumen 4.000 Quadratmeter Dachfläche
Angesichts des hohen Personalbedarfs wurden am späten Abend weitere Feuerwehren aus Bützfleth, Bützflethermoor, Schwinge und Fredenbeck alarmiert. Ein Fachhandel stellte kurzfristig motorisierte Schneebesen zur Verfügung, viele Helfer brachten eigene Schneeschaufeln und Laubbläser mit. Mehr als 4.000 Quadratmeter Dachfläche wurden innerhalb von acht Stunden geräumt – unter Einsatz von Radladern und Hofladern am Boden.
Ein hinzugezogener Statiker überwachte die Maßnahmen und gab genaue Anweisungen, welche Bereiche noch entlastet werden mussten.
DRK und Fachzug Energie sorgen für Versorgung und Licht
Die Verpflegung übernahm die DRK-Bereitschaft Ahlerstedt, die heiße Getränke und warme Mahlzeiten lieferte. Für den Fachzug Energie der Kreisfeuerwehr war es der erste Einsatz seit seiner Indienststellung 2025 – er leuchtete die gesamte Einsatzstelle aus. Zwischendurch rückten Atemschutzgeräteträger zu einem weiteren Alarm aus: Eine Brandmeldeanlage hatte fälschlicherweise ausgelöst.
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Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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