Fünf Jahre Hebammenzentrale Stade
- Siegfried Ristau (Geschäftsführer der Elbe Kliniken, v. li.), Iris Freyer und Anna-Lena Topp (Mitarbeiterinnen
der Hebammenzentrale), Kai Seefried (Landrat), Susanne Brahmst (Sozialdezernentin), Bernd Lambrecht
(Pflegedirektor Elbe Kliniken) - Foto: Elbe Kliniken
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Zum fünfjährigen Jubiläum der Hebammenzentrale Stade versammelten sich am 3. Dezember freiberufliche Hebammen des Landkreises und zahlreiche weitere Gäste in den Räumlichkeiten des MVZ am Hohenwedeler Weg. Landrat Kai Seefried und Siegfried Ristau, Geschäftsführer der Elbe Kliniken, beglückwünschten die Mitarbeiterinnen der Zentrale, Anna-Lena Topp und Iris Freyer, für ihr Engagement und unterstrichen die Bedeutung für werdende Mütter und junge Familien.
Die Gesetzgebung besagt zwar, dass jede Frau vor, während und nach der Schwangerschaft das Recht auf eine Hebammenbetreuung hat, das sichert werdenden Müttern jedoch nicht automatisch einen Betreuungsplatz – sie müssen sich selbst kümmern. Fehlende Transparenz der Angebote und verfügbaren Kapazitäten stellt teilweise eine so große Hürde dar, dass bis zu 50 Hebammen kontaktiert werden müssen, bevor ein Platz gefunden ist. Der Landkreis Stade hat daher 2020 die Hebammenzentrale ins Leben gerufen. Als Vorbild galt Niedersachsens Hebammenzentrale in Oldenburg – die erste Vermittlungsstelle mit eigenen Mitarbeiterinnen. Auch die Stader Zentrale ist seit der Gründung fest besetzt. Anna-Lena Topp und Iris Freyer, selbst freiberufliche Hebammen, begleiten werdende Mütter seit der Gründung der Zentrale dabei, eine Hebamme sowie passende Unterstützungs- bzw. Beratungsangebote zu erhalten. Mehr als 2.000 Kontaktaufnahmen fanden in den vergangenen fünf Jahren statt.
Seit diesem Jahr sind die Mitarbeiterinnen auch persönlich im Rahmen offener Sprechstunden in den neuen Räumlichkeiten des MVZ am Hohenwedeler Weg erreichbar, das zu den Elbe Kliniken gehört. Diese übernahmen zum 1. August die Trägerschaft der vom Landkreis finanzierten Vermittlungsstelle – eine hervorragende Ergänzung, betont Geschäftsführer Siegfried Ristau: „Alleine in den fünf Jahren seit der Gründung haben in den Elbe Kliniken rund 15.000 Kinder das Licht der Welt erblickt. Wir sind mit unseren Kreißsälen in Stade und Buxtehude die wichtigste Anlaufstelle rund um das Thema Geburt. Die Hebammenzentrale komplettiert die Versorgung an wichtigen Stellen und ist ganz auf die Bedürfnisse werdender Mütter, aber auch der Hebammen, ausgerichtet. Uns ist es wichtig, dass die Zentrale nicht einfach nur unter unserem Dach steht, sondern bestmöglich integriert und vernetzt ist, gleichzeitig aber weiterhin eigenständig arbeitet. Dafür werden wir uns auch zukünftig einsetzen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit den beiden Kolleginnen.“
Auch Landrat Kai Seefried sieht die Zentrale bei dem neuen Träger in guten Händen: „Die Elbe Kliniken sind so nah an der Versorgung von Müttern wie keine andere Einrichtung. Es hat mich sehr gefreut, dass wir uns in diesem Jahr schnell auf eine Zusammenarbeit verständigen konnten. Heute feiern wir daher zusätzlich zum fünfjährigen Bestehen auch einen Neustart und können mit Stolz auf sehr gute Strukturen blicken, die wir im Landkreis für Mütter und junge Familien etabliert haben. Glückwunsch an die Zentrale für diesen Erfolg und meinen herzlichen Dank an alle, die dies ermöglicht haben.“
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