Ärztekammer Stade
Hausarzt aus Hambergen übernimmt Vorsitz
- Ruben Bernau
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Der Hausarzt aus Hambergen, Ruben Bernau, wurde zum neuen Vorsitzenden der Bezirksstelle Stade der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) gewählt. Ende Oktober leitete er erstmals eine Arbeitssitzung des siebenköpfigen Bezirksvorstands. Sein Fokus liegt auf zentralen Themen wie der Daseinsvorsorge in der Region, dem ärztlichen Nachwuchs sowie einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Praxen und Kliniken.
Neuer Kurs für hausärztliche Versorgung im Elbe‑Weser‑Dreieck
Bernau versteht die Bezirksstelle als Plattform für konstruktive Diskussionen und gemeinsame Lösungen aller Ärztinnen und Ärzte:
„Ich sehe unsere Aufgabe darin, praxisnah und verbindlich die Themen zu adressieren, die unsere Region bewegen“, so Bernau.
Ein besonderer Schwerpunkt ist das von der Bundesregierung geplante Primärarztsystem, das eine verbindliche hausärztliche Steuerung vorsieht. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Allgemeinmedizin in ländlichen Regionen wie unserer zukunftsfähig bleibt", sagt Bernau.
Zudem setzt Bernau auf die Verbundweiterbildung, bei der Ärztinnen und Ärzte zunächst im Krankenhaus und anschließend in Praxen ausgebildet werden. „Hier müssen wir dringend vorankommen. Sonst haben wir bald niemanden mehr, der die Versorgung übernimmt.“
Unterstützung von erfahrenem Vorstandskollegen
Auch der Vorstandskollege Timo Schumacher aus Schwanewede unterstützt diesen Kurs: Als Leiter des Beratenden Fachausschusses für Hausärzte bei der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) kennt er die Herausforderungen des Landarztberufs.
„Hausärztinnen und Hausärzte hier bei uns auf dem Land haben oft ein sehr enges Verhältnis zu ihren Patientinnen und Patienten", so Schumacher. "Mit Ruben Bernau haben wir einen Vorsitzenden, der die Anliegen der Patienten und der Ärzteschaft gleichermaßen mit großem Engagement vertritt und Brücken baut.“
Gemeinsam wollen sie die hausärztliche Perspektive stärker in den Vorstand der Bezirksstelle einbringen und die regionalen Netzwerke in den Ärztevereinen ausbauen.
Konkrete Maßnahmen für die kommenden Monate
In den kommenden Monaten plant Bernau gemeinsam mit dem neuen ÄKN‑Bezirksvorstand eine Reihe von Maßnahmen:
Besuch regionaler Krankenhäuser und Kliniken zur Vernetzung und Abstimmung.
Schwerpunkt auf der Verbundweiterbildung, um Ärzte für Praxis und Klinik aus- und weiterzubilden.
Mehr Sichtbarkeit und Bedeutung für den Bereich Katastrophenschutz und ‑Planung aus ärztlicher Sicht.
Stärkere Vernetzung mit den regionalen Ärztevereinen und eine intensivere Zusammenarbeit mit Praxen und Kliniken vor Ort.
Ziel ist es, die medizinische Versorgung im Elbe‑Weser‑Dreieck langfristig und zukunftssicher aufzustellen.
Bedeutung für die Region
Mit seiner Wahl setzt die Bezirksstelle Stade auf praxisnahe hausärztliche Kompetenz:
Die Region profitiert von einem Vorsitzenden, der die Themen der Allgemeinmedizin kennt und aktiv vorantreiben will.
Die Bildungsoffensive für den ärztlichen Nachwuchs in ländlichen Bereichen erhält neuen Schwung.
Die Zusammenarbeit zwischen Praxen, Kliniken, Ärztekammer und KVN wird enger gestaltet – zugunsten der Versorgungsqualität vor Ort.
Für Patientinnen und Patienten sowie für die Berufsgruppe der Hausärztinnen und Hausärzte ergibt sich daraus ein positives Signal: Die Interessen der Allgemeinmedizin werden künftig stärker im Kammergremium vertreten.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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