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Auszeichnung "Bildung mit Plan"
Im Landkreis Stade ist Bildung Chefsache

Urkunde und Plakette: Projektleiterin Dr. Friederike Meyer zu Schwabedissen (2.v.re.) überreicht Landrat Michael Roesberg (li.) die Auszeichnung "Bildung mit Plan" im Beisein von Bildungsbüro-Leiterin Anke Heydorn (v.li.), Transfermanagerin Melora Felsch und dem Ersten Kreisrat Thorsten Heinze | Foto: jab
  • Urkunde und Plakette: Projektleiterin Dr. Friederike Meyer zu Schwabedissen (2.v.re.) überreicht Landrat Michael Roesberg (li.) die Auszeichnung "Bildung mit Plan" im Beisein von Bildungsbüro-Leiterin Anke Heydorn (v.li.), Transfermanagerin Melora Felsch und dem Ersten Kreisrat Thorsten Heinze
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jab. Stade. Mit der Auszeichnung "Bildung mit Plan" nimmt der Landkreis Stade eine echte Vorreiterrolle ein. Als erste Kommune in Niedersachsen erhielt der Landkreis sie von Dr. Friederike Meyer zu Schwabedissen, Projektleiterin der Transferagentur Niedersachsen. Was macht der Landkreis anders - und vor allem besser - als andere Kommunen?

Die ersten Schritte leitete Landrat Michael Roesberg zu Beginn seiner Amtszeit 2007 ein. Es wurde die erste Bildungskonferenz im Landkreis organisiert, um den Bereich der Bildung von der Kita bis ins Arbeitsleben hinein zusammen mit den Verantwortlichen zu gestalten. Vor elf Jahren folgte dann die Einrichtung des Bildungsbüros mit festen Arbeitsstellen. Das Büro koordiniert die Akteure, organisiert Netzwerktreffen sowie Veranstaltungen und informiert Institutionen, Organisationen und die Bürger, beispielsweise über die Internetseite www.bildungslotse.info.

Zu den Aufgaben des Bildungsbüros gehört auch das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement (DKBM). Dadurch, dass Daten gesammelt und Zahlen analysiert werden, können Bedarfe erkannt und darauf reagiert werden. Seit 2017 wird der Landkreis dabei von der Transferagentur Niedersachsen unterstützt. Die Agentur wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Sie setzt sich für eine effiziente Bildungssteuerung vor Ort ein, um eine optimierte und bedarfsgerechte Aufstellung des Angebots zu sichern. Das Ergebnis: bessere Planbarkeit, Kostentransparenz, Vermeidung von Doppelstrukturen und Steigerung der Qualität. Die Zahlen und Daten sowie das Netzwerk der verschiedenen Akteure werden seither sorgsam unterhalten und gepflegt. Das Besondere: Nicht nur der Landkreis nutzt die Unterstützung der Transferagentur. Er lässt auch andere Kommunen in diesem Netzwerk an seinen Ergebnissen teilhaben.

Das Engagement in der Bildung hat sich gelohnt: Während der Flüchtlingswelle 2015 konnten viele Maßnahmen schnell umgesetzt werden. Beispielsweise wurden Bedarfe nach zusätzlichem Deutschunterricht, insbesondere an Grundschulen, schnell ermittelt. Auch in Zeiten von Corona konnte das Bildungsbüro z.B. Schulen bei der Bewältigung der Krise helfen. Auch die Internetseite Bildungslotse verzeichnete zahlreiche Aufrufe.

Roesberg freute sich sichtlich über die Anerkennung. "Ich hoffe, dass viele dazukommen." Das hofft auch Meyer zu Schwabedissen und dass noch viele andere Kommunen Verantwortung übernehmen. Denn, das betonte sie, der Einsatz ist eine freiwillige Aufgabe. Der Landkreis habe lediglich die Pflicht, für z.B. Gebäude und Infrastruktur für die Bildung zu sorgen. Meyer zu Schwabedissen: "Im Landkreis Stade ist Bildung Chefsache."

Kommentar: Die Kür sollte zur Pflicht werden

Diese Auszeichnung ist wie eine 1+ mit Sternchen: Es ist klasse, dass der Landkreis Stade in das Bildungsmanagement nicht nur Zeit, sondern auch Geld und personelle Ressourcen steckt - und das schon seit Jahren. Dabei wäre es eigentlich nicht seine Pflicht. Doch dass die Verantwortlichen auch die Kür beherrschen und diese auch noch gern absolvieren, hat sich nicht nur mit der Auszeichnung bezahlt gemacht. Ich wäre sehr dafür, dass diese Kür allgemein zur Pflicht wird. Vielleicht würde so in ganz Niedersachsen das Niveau im Bildungsbereich steigen. Alle Akteure würden mehr zusammenrücken und mehr zusammen- statt nebeneinanderher arbeiten.

Redakteur:

Jaana Bollmann aus Stade

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