Lebenslang Blaulicht

Hobby-Feuerwehrmann Benjamin Schleicher mit seiner Tochter Mia Sophie vor dem schmucken Eigenheim im Neubauviertel Riensförde
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Treue Brandschützer ziehen in die Nähe des neuen Gerätehauses in der Heidesiedlung Riensförde

tp. Stade. Die Bauarbeiten für das neue Gerätehaus in Stade-Riensförde laufen auf Hochtouren. Das Fundament ist fertig, und am Dienstag, 10. März, um 16 Uhr, lädt die Stadt zur feierlichen Grundsteinlegung ein. Einer, der sich besonders über den Neubau auf dem dreieckigen, 13.400 Quadratmeter großen Areal zwischen Eisenbahnlinie und Harsefelder Straße freut, ist Feuerwehrmann Benjamin Schleicher (24). Der Vollblut-Brandschützer gehört zu den ersten Häuslebauern in der neuen "Heidesiedlung" Riensförde. Er wohnt mit seiner Ehefrau Daniela (25) und der gemeinsamen Tochter Mia Sophie (2) nur einen Katzensprung vom künftigen Feuerwehrdomizil entfernt.

Wie berichtet, bekommt der Zug II der Stader Feuerwehr, dem Benjamin Schleicher angehört, ein modernes Gerätehaus als Ersatz für den nicht mehr zeitgemäßen Zweckbau im citynahen Quartier Campe. Zuletzt im Sommer äußerten Kritiker Bedenken, das neue Stader Gerätehaus im drei Kilometer entfernten grünen Süden der Stadt liege zu weit "ab vom Schuss". Angesichts der weiteren Anfahrtswege der Einsatzkräfte befürchteten die Skeptiker, die Feuerwehr könnte künftig mit deutlicher Zeitverzögerung am Einsatzort sein. Doch Feuerwehrsprecher Stefan Braun beruhigte: "Einige Feuerwehrleute ziehen in die Nähe des neuen Gerätehauses."

Tatsächlich sollen inzwischen immerhin eine Handvoll Freiwilliger in Riensförde ein Baugrundstück erworben haben. Neben Benjamin Schleicher zog kürzlich z.B. der stellvertretende Zugführer der Zuges II von Campe nach Riensförde und ist nun wieder nah an "seiner Feuerwehr", die gegen Jahresende fertig werden soll.

Oberfeuerwehrmann Benjamin Schleicher, der als Berufskraftfahrer arbeitet und ein Faible für schwere Einsatzfahrzeuge hat, wartet schon mit Spannung auf den ersten Tag, an dem er von Riensförde zum Einsatz ausrückt: "Wenn das Wetter gut ist, lauf ich zu Fuß zum Gerätehaus!" Vorausgesetzt, seine Frau Daniela ist nicht vor ihm da: Sie ist passionierte Feuerwehrfrau und hat ebenfalls die Weichen auf "lebenslang Blaulicht" gestellt.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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