Kundgebung am Anleger Stadersand
Protest gegen das schwimmende LNG-Terminal „Energos Force“ in Stade
- Protest gegen die fossile Energiequelle Erdgas - hier am LNG-Terminal in Wilhelmshaven
- Foto: Santiago Rodriguez
- hochgeladen von Jörg Dammann
Nach der Rückkehr des schwimmenden LNG-Terminals „Energos Force“ nach Stade ruft das "Klimabündnis gegen LNG" für Sonntag, 27. September, um 14 Uhr zu einer Protestkundgebung am Anleger Stadersand auf. Das Bündnis kritisiert insbesondere die Kosten und den weiteren Ausbau fossiler Infrastruktur.
Martin Lüdders vom "Klimabündnis gegen LNG" in Stade bezeichnet das Projekt als „LNG-Pannenprojekt“. Es habe in den vergangenen Jahren nicht funktioniert und werde nach seiner Einschätzung auch künftig kaum ausgelastet sein. Mit der Demonstration wolle das Bündnis gegen weitere fossile Abhängigkeiten und aus seiner Sicht unnötige LNG-Überkapazitäten protestieren. Am Stadersand ist auch ein gemeinsames Aktionsbild geplant.
Die knapp 300 Meter lange „Energos Force“ war im März 2024 erstmals nach Stade gekommen. Sie sollte als sogenannte FSRU (Floating Storage and Regasification Unit) LNG aufnehmen, wieder in Gas umwandeln und in das deutsche Netz einspeisen. Zur geplanten Inbetriebnahme 2024 kam es jedoch nicht. Rund ein Jahr lag das Schiff in Stade, ohne LNG einzuspeisen, später wurde es unterverchartert. Mitte September 2026 kehrte es nach Stade zurück. Die Inbetriebnahme ist nun für November vorgesehen.
Für die über zehn Jahre gecharterte FSRU fallen erhebliche Kosten an. Die Charterkosten werden in Medienberichten auf mindestens rund 200.000 Euro pro Tag geschätzt. Offizielle Angaben zu den konkreten Vertragskonditionen gibt es nicht. Die bundeseigene Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) hat Auskünfte dazu bisher immer verweigert. Nach Planungen von DET soll Anfang November erstmals ein voll beladener LNG-Tanker Stade anlaufen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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