Unterkünfte für Flüchtlinge und Obdachlose
Stader Containerdorf wird von der Altländer Straße zum Schneeweg verlegt

In solchen Wohncontainern wie hier früher in Haddorf werden in Stade Flüchtlinge und Obdachlose untergebracht | Foto: Malte Neumann
  • In solchen Wohncontainern wie hier früher in Haddorf werden in Stade Flüchtlinge und Obdachlose untergebracht
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Die Hansestadt baut die Wohncontainer für Geflüchtete und Obdachlose an der Altländer Straße ab. Die Containeranlage, in der bis zu 80 Personen untergebracht werden können, erhält einen neuen Platz am Schneeweg. Der Umzug läuft bereits, denn die Zeit drängt: Der Pahctvertrag für das bisher genutzte Grundstück an der Altländer Straße wurde seitens der Eigentümerin, der Kreissparkasse Stade, fristgemäß gekündigt. Auf der Fläche soll gebaut werden. 

Am neuen Container-Standort am Schneeweg hatte die Stadt bereits in der Vergangenheit Asylsuchende und später auch obdachlose Menschen untergebracht. Die bestehenden Reihenhäuser auf dem Grundstück sind allerdings sehr marode und sollen komplett abgerissen werden. Weil das Gelände der Stadt gehört und kurzfristig verfügbar war, entschied sich die Verwaltung für diesen Standort.

Belegung mit höchstens 60 Personen
Die Wohncontainer werden nun von der Altländer Straße in zwei Etappen zum Schneeweg umgesetzt. Insgesamt handelt es um 40 Wohncontainer. Ausgelegt sind sie für maximal 80 Personen, wobei laut Stadtverwaltung aus sozialen Gründen höchstens 60 Menschen dort wohnen sollen. Bereits unmittelbar nach dem Umzug müssen am neuen Standort wieder 18 Personen untergebracht werden.

Feuer in Stader Flüchtlingsunterkunft

Container müssen bleiben
Stadtrat Carsten Brokelmann erklärte dazu, dass die Stadt die bisher geleasten Container inzwischen gekauft habe. Unterm Strich sei das wirtschaftlicher und günstiger als eine dauerhafte Mietlösung. Zwischenzeitlich habe die Verwaltung auch geprüft, ob man ganz auf die Container verzichten könne. Das sei derzeit allerdings nicht möglich, weil die Kapazitäten in städtischen Gebäuden nicht ausreichten. Trotz leicht rückläufiger Flüchtlingszahlen sei Stade weiterhin darauf angewiesen, zusätzliche Unterkünfte in den Containern vorzuhalten.

Grundsätzlich bemühe sich die Verwaltung darum, Geflüchtete möglichst nicht in Containeranlagen, sondern in festen Wohnungen unterzubringen, so Brokelmann. Das gelte insbesondere für Familien mit Kindern, weil Container nur eine suboptimale Lösung darstellen. In den Containern bringe man überwiegend alleinreisende Männer unter. In den vergangenen Monaten habe die Stadt viele Bewohner dabei unterstützt, eigenen Wohnraum zu finden.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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