Volksbund sammelt auch im Landkreis Stade
Stader Landrat bittet gemeinsam mit Bürgermeistern um Spenden für die Kriegsgräberfürsorge
- Landrat Kai Seefried wirbt gemeinsam mit den hauptamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern für die Spendenaktion zugunsten des Volksbundes
- Foto: Samtgemeinde Apensen
- hochgeladen von Jörg Dammann
Die Sammlerinnen und Sammler sind wieder mit ihren Spendenbüchsen unterwegs: Derzeit laufen die Haus- und Straßensammlungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK). Stades Landrat Kai Seefried ruft in seiner Funktion als VDK-Kreisvorsitzender dazu auf, die Arbeit des Volksbundes mit Geldspenden zu unterstützen. Gemeinsam mit den hauptamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Region appelliert er an die Bevölkerung, dem VDK dabei zu helfen, ein starkes Zeichen der Erinnerungskultur und Friedensarbeit zu setzen.
Besonders sichtbar wird dieses Engagement auf dem Stader Wochenmarkt: Wie in jedem Jahr wird Landrat Seefried dort selbst mit der Sammeldose unterwegs sein – eine inzwischen fest etablierte Tradition, die die Bedeutung der Aktion unterstreicht. „Wer zehn Euro spendet, ermöglicht die Pflege eines Soldatengrabes für ein ganzes Jahr“, erklärt Seefried und macht damit deutlich, wie viel bereits kleine Beträge bewirken können.
Die Spendenaktionen werden von engagierten Ehrenamtlichen, Reservisten der Bundeswehr und auch Schülerinnen und Schülern aus dem Landkreis getragen. Sie sammeln nicht nur Geld, sondern tragen auch zur Aufklärung über die Bedeutung von Erinnerungskultur und den Erhalt von Kriegsgräberstätten bei.
Der Volksbund pflegt mehr als 830 Kriegsgräberstätten in rund hundert Ländern, in denen über zwei Millionen meist deutsche Kriegstote ruhen. Diese Orte sind nicht nur stille Mahnmale, sondern auch Lernorte der Geschichte, die zu Versöhnung und Völkerverständigung beitragen sollen. Die Einnahmen aus den Sammlungen fließen zudem in die internationale Jugendarbeit und die weitere Suche nach bislang unbekannten Gräbern.
Ein weiterer Höhepunkt im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wird die zentrale Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag sein. Sie findet am Samstag, 15. November, um 16 Uhr auf dem Garnisonsfriedhof in Stade statt. In diesem Jahr wird die Gestaltung in die Hände von Schülerinnen und Schülern gelegt – ein Zeichen dafür, dass Erinnerung auch eine Aufgabe der nächsten Generation ist.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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