"Unsere beste Pflegelehrerin": Stader Schüler nominierten Elke Czymoch (50) für Bundespreis

Die Lagerung von Patienten gehört zur Ausbildung: Pflegelehrerin Elke Czymoch mit Schülerin Jessica Ihben im Schulungsraum der BBS II in Stade
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"Ein Zeichen gegenseitiger Wertschätzung"


tp. Stade.
Haltung einnehmen, Verantwortung tragen, fachlich gegenüber Berufskollegen und Ärzten bestehen, wenn es um die Einschätzung der Gesundheit des Patienten geht, pflegebedürftigen Senioren etwas zutrauen, lebenslang Wissbegierde zeigen: wichtige Eigenschaften, die Pflegelehrerin Elke Czymoch (50) von ihren Altenpflegeschülern erwartet, wenn sie die Berufsbildenden Schulen III als Pflegeprofi verlassen. Dafür geht sie mit bestem Beispiel voran, ihr Unterricht gilt unter den 150 Schülern als vorbildlich. Jetzt wurde die engagierte Pflegelehrerin mit zwei weiteren Kolleginnen der BBS III auf Betreiben der Schüler für den Preis "Bester Pflegelehrer" für besonders herausragende Pädagogen nominiert.

Wie sich bei der Preisvergabe des Deutschen Vereins zur Förderung pflegerischer Qualität in Bochum herausstellte, machten - aufgrund der Vielzahl der Bewerbungen - andere Lehrer aus dem Bundesgebiet das Rennen, doch allein die Nominierung durch die Schüler ist für Elke Czymoch "ein Zeichen gegenseitiger Wertschätzung". Ein Prinzip, den die gelernte Krankenschwester mit zweijähriger Zusatzausbildung zur Pflegelehrerin, Beratungslehrerin und Fachdozentin sowohl am Patientenbett als auch im Praxisunterricht verfolgt: "Berührungen sind wichtig zur Förderung der Wahrnehmung", sagt Elke Czymoch, die bei der Vermittlung von Pflegehandgriffen immer echte Menschen den ebenfalls zur Verfügung stehenden Dummies bevorzugt. Beim Üben des Lagerns von Kranken etwa müssen sich die Schüler selbst ins Pflegebett legen.

Der gute Unterricht hat sich offenbar herumgesprochen. Die Schülerzahl steigt stetig. Mittlerweile ist die Schule dreizügig und hat in diesem Jahr erstmals sieben Klassen. Elke Czymoch führt dies auch auf die enge Kooperation mit den zahlreichen Ausbildungsbetrieben in der Region zurück. Regelmäßige Besuche bei den in den Einrichtungen arbeitenden Auszubildenden - auch mit Überprüfung typischer Handgriffe - gehören zum festen Ablauf.

Altenpflegeschülerin und Klassensprecherin Jessica Ihben (18) hat nur gute Worte für ihre Lehrerin: "Der Unterricht ist professionell und bringt mich in der Praxis weiter."

Neben eine gründlichen Ausbildung für den "anspruchsvollen und sich ständig im Wandel befindlichen Beruf" sollten Pfleger, um in dem Beruf ein lebenslang durchzuhalten, unbedingt eigenen Interessen nachgehen, sagt Elke Czymoch. Für die Mutter von drei erwachsenen Töchtern heißt das: drei bis vier Mal die Woche Schwimmen im Hallenbad ihres Heimatortes Drochtersen. An Wochenenden und im Urlaub geht sie gerne ins Theater oder verreist gemeinsam mit ihrem Lebenspartner mit dem Wohnmobil oder dem Motorrad.

Elke Czymoch ist überzeugt: "Nur wer sich um sich selbst kümmert, kann auch gut für andere sorgen".

• Neben Elke Czymoch waren Imke Müller und Martina Hoops von der BBS III in Stade für den Titel "Bester Pflegelehrer" nominiert.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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