Verkehrswende dringend benötigt
"Artists for Future" wünschen sich von Stades Politik mehr Einsatz beim Klimaschutz

Symbolisch fünf vor zwölf legen sie mit ihrer Mahnwache los: die "Stader Artists for Future" vor dem historischen Rathaus in der Innenstadt
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jab. Stade. Ihre Mahnwache in der Stader Fußgängerzone zieht jedes Mal wieder viel Aufmerksamkeit auf sich. Dabei gehen die "Artists for Future" stets auf aktuelle Ereignisse ein und sprechen Themen an, die sie bewegen. Am Freitag ging es um die Verkehrswende - auch in Stade - sowie die Hitzewelle mit verheerenden Waldbränden in Sibirien. Für die Teilnehmer ein gutes Beispiel, wie weit der Klimawandel schon vorangeschritten und wie wichtig Klimaschutz ist.

Die CO₂-Emissionen jedes Einzelnen tragen zum Gesamtklima auf der Welt bei, daher wünschen sich die Teilnehmer der Mahnwache auch, dass in Stade mehr auf das Thema Verkehr eingegangen wird. Walter Tauber, der sich bei Wikistade engagiert, berichtet, dass auf der Homepage ganz neu Ökochecks zu verschiedenen Themen durchgeführt werden. Begonnen haben sie mit einem Test für den Radverkehr. Die Note für Stade: mangelhaft. "Ich habe das Gefühl, es fehlt hier an einer Vision, wie man sich die Zukunft vorstellt", so Tauber. Es sei nicht klar, wohin man bezüglich des Verkehrs möchte und wie man dorthin kommen könnte.

Die Stadt könnte bereits mit kleineren Maßnahmen viel dazu beitragen, dass das Radfahren in Stade attraktiver wird. "Wir wollen keine Verbotskultur, aber man muss es den Leuten anbieten, damit sie aus ihren Gewohnheiten ausbrechen", meint Tauber. So ergebe sich alles Stück für Stück. Ein guter Anfang sei der Ausbau des Fahrradwegs von Riensförde ins Zentrum.

Auch vom Ausbau der Bahnstrecken und der Anbindung werde viel gesprochen, sagt Tauber, umgesetzt werde aber zu wenig. Im Bereich des Durchgangsverkehrs in Stade müsse außerdem viel mehr gemacht werden. So könnten unnötige Staus vermieden werden.

Am Rand der Demonstration wurde weiterhin für die Unterschriftenaktion zum Schutz der Artenvielfalt geworben. Passanten informierten sich über das Thema und die Sammlung. So kamen auch diesmal zahlreiche neue Unterschriften dazu.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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