Kreative Dachkonstruktion überzeugt Jury
Schüler aus Stade gewinnt Architekturwettbewerb
- Stolzer Preisträger: Jasper präsentiert seine Urkunde und seine Konstruktion
- Foto: Gröne
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Eine Dachkonstruktion entwerfen, die nicht nur gut aussieht, sondern auch Wind und Gewicht standhält – genau dieser Herausforderung hat sich Jasper Gröne aus Stade gestellt. Mit Erfolg: Der Achtklässler vom Gymnasium Athenaeum hat beim bundesweiten Nachwuchs-Architekturwettbewerb „Junior.ING“ auf Landesebene den ersten Platz in seiner Altersstufe gewonnen. Sein geschwungenes Modell „The Wave“ überzeugte die Jury auf ganzer Linie – und bringt ihn jetzt zum Bundesfinale nach Berlin.
Die Idee: Eine Welle aus Holz
Jasper wurde von einem Lehrer auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. Die Neugier des Gymnasiasten war geweckt, er recherchierte die Aufgabe im Internet und hatte sofort eine Idee. Diesen spontanen Geistesblitz setzte Jasper mit einer ersten Skizze auf dem Tablet um - und blieb dann auch bis zum fertigen Modell dabei. Sein Entwurf „The Wave“ greift die Form einer geschwungenen Welle auf – eine Konstruktion, die nicht nur optisch überzeugt, sondern auch statisch durchdacht ist.
Leidenschaft für Technik und Gestaltung
Dass Jasper ein gutes Gespür für Formen und Konstruktionen hat, kommt nicht von ungefähr. Der Schüler zeichnet leidenschaftlich gern – besonders optische Illusionen und perspektivische Darstellungen haben es ihm angetan. Parallel dazu hat er über Jahre hinweg praktische Erfahrungen gesammelt: Mit Fischertechnik baute er zunächst klassische Konstruktionen wie Brücken und Türme. Später kamen komplexere Projekte hinzu - mit elektronischer Steuerung , wie etwa ein programmierbares Hochregallager, das über Sensoren verfügt.
Fachliche Hilfe vom Vater
Beim Bau seines Modells für den Wettbewerb erhielt Jasper fachkundige Unterstützung von seinem Vater, der als Tischler arbeitet. Dieser brachte seinem Sohn anspruchsvolle Techniken bei– etwa die Herstellung der geschwungenen Holzbögen. Dafür wurden rund einen Millimeter dünne Holzleisten verleimt und in einer Schablone in Form gebracht. Nach dem Trocknen behielten sie dauerhaft ihre geschwungene Struktur – ein Detail, das entscheidend zur Stabilität und Ästhetik des Modells beitrug.
- Foto: Ingenieurkammer Niedersachsen
- hochgeladen von Jörg Dammann
Der Wettbewerb: Kreativität trifft Ingenieurskunst
Der Wettbewerb „Junior.ING“ gehört zu den größten Schülerwettbewerben Deutschlands. In diesem Jahr lautete die Aufgabe: „Arena – gut überDACHt“. Gefordert war die Konstruktion einer Überdachung für eine Freiluftarena, die sowohl gestalterisch überzeugt als auch Belastungen standhält. Mindestens 250 Gramm Gewicht musste das Modell tragen, zusätzlich wurde die Stabilität unter simuliertem Wind – erzeugt mit einem Fön – getestet. Schüler aus ganz Niedersachen reichten insgesamt 95 Modelle ein.
Eine Fachjury bewertete die Arbeiten nach Konstruktion, Statik, Originalität und Gestaltung. Seinen Preis bekam Jasper in der Hochschule Hannover vor rund 200 Gästen überreicht. Neben Schülerinnen und Schülern waren auch Lehrkräfte, Eltern und Fachleute aus der Ingenieurbranche vor Ort. Begrüßt wurden die Teilnehmenden vom Präsident der Ingenieurkammer Niedersachsen, Prof. Martin Betzler. Dieser dürfte vielen in der Region noch als ehemaliger Präsident der Hochschule 21 in Buxtehude bekannt sein.
Für Jasper geht die Reise nun weiter: Am 19. Juni tritt er beim Bundeswettbewerb in Berlin gegen die besten Nachwuchsingenieure aus ganz Deutschland an. Die Spannung ist groß – und die Hoffnung auf eine weitere gute Platzierung ebenso.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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