Festung Grauerort: Hier regnet es durchs Dach

Hans-Hermann Ott kümmert sich ehrenamtlich um das preußische Fort Grauerort   Fotos: tp/Schneidereit
3Bilder
  • Hans-Hermann Ott kümmert sich ehrenamtlich um das preußische Fort Grauerort Fotos: tp/Schneidereit
  • hochgeladen von Thorsten Penz

Sanierungsstau in der Festung Grauerort / Trotzdem volles Jahresprogramm im Fort

tp. Abbenfleth. Durch das Dach der historischen Festung Grauerort an der Elbe in Stade-Abbenfleth regnet es hinein. Nichts Ungewöhnliches für ein altes Gemäuer wie dem ehemaligen Artilleriefort, das von 1869 bis 1879 errichtet wurde, und in Teilen unter Denkmalschutz steht. Und trotzdem ist der Sanierungsstau hinderlich für den Publikumsverkehr, denn die historische Anlage ist ein beliebter Veranstaltungsort. Zu Ostern wird mit einer Kunstausstellung die Saison 2018 eingeläutet.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Stades Ex-Bürgermeister Hans-Hermann Ott (77), engagiert sich trotz seines fortgeschrittenen Alters und gesundheitlicher Beschwerden nach Kräften für den Erhalt der Preußen-Festung. Das große bauliche Projekt für dieses Jahr ist die Abdichtung von rund 600 Quadratmetern Dachfläche. "Dazu starten wir, sobald es das Wetter zulässt, einen Versuch mit besonderem Material", sagt Ott. Die Reparatur soll mit einer vergleichsweise kostengünstigen Methode mit dem Verlegen mehreren Schichten Schweißbahnen als Alternative zu einem teuren Dach-Neubau erfolgen. Immerhin rund 10.000 Euro stellte die Stadt Stade dafür in den Haushalt 2018 ein. "Das wird allerdings nicht reichen", sagt Vereins-Chef Ott mit Besorgnis. Er sucht Spender, die sich an der Dach-Instandsetzung beteiligen möchten. Auch jüngere, körperlich fitte Neuzugänge sind in dem 130 Mitglieder starken Verein willkommen, um in dem Gebäude handwerklich mit anzupacken oder sich im Vorstand zu engagieren.
Zwar erziele der Verein durch Veranstaltungsgebühren Einnahmen von jährlich rund 100.000 Euro, so Ott, doch die Summe decke gerade die laufenden Bettriebskosten. Zudem stehen immer wieder wichtige Modernisierungen an. Oben auf der Agenda steht der Einbau eines neuen Fußbodenbelages im Kaisersaal, sagt Otte.
Trotz der vielen "Baustellen" freut sich Hans Hermann Ott auf die Saison:
Los geht es mit dem vierten Bützflether Kunstwochenende des Gewerbevereins „attraktives Bützfleth“ zu Ostern gemeinsam mit dem Kunstprojekt Galerie kit aus Hamburg unter dem Motto „Die norddeutsche Kunst zu Gast in der Festung Grauerort“. Die Galerie kit zeigt auf ca. 1.000 Quadratmetern eine feine Auswahl von Werken ausgesuchter Künstler aus dem norddeutschen Raum. Gezeigt werden Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Druckkunst, Design und Skulptur. Ein Raum ist erstmals ausschließlich der Pop-Art gewidmet.
Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 30. März, 19 Uhr, vom stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Stade, Sönke Hartlef. Die Gruppe "Blue Hour" begleitet die Vernissage musikalisch.
Die Ausstellung kann am 31. März und am 1. April - Ostersamstag und Ostersonntag - jeweils von 11 bis 18 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. Schirmherrin der Kunstausstellung ist die Sparkasse Stade-Altes Land.
Weitere Veranstaltungen im Internet unter www.grauerort.com. Allgemeine Öffnungszeiten: sonntags von April bis Oktober, 10.30 bis 17.30 Uhr. Eintritt: 3 Euro.
• Tel. 04146 - 5940 (Hans-Hermann Ott).

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

Politik
Dr. Andreas Schäfer (li.) und Sönke Hartlef präsentierten die neue Marke der Hansestadt Stade

Modern und maritim
So sieht die neue Stadtmarke der Hansestadt Stade aus

jab. Stade. Es wird das neue Erkennungszeichen der Stadt Stade werden: Das neue, moderne und doch klassische Logo löst das alte Symbol nach 25 Jahren ab. Von Anker bis Schaukelpferd lässt die neue Marke viel Spielraum für Interpretation - und das ist sogar gewollt. Mit der neuen Stadtmarke soll eine bessere Innen- und Außendarstellung möglich werden. Bei der Suche nach einer geeigneten Marke wurde zunächst gesammelt, was Stade ausmacht, was das Merkmal, das Besondere an der Hansestadt ist....

Politik
Auf der bislang rein landwirtschaftlich genutzten Fläche soll jetzt Wohnraum entstehen Foto: google/msr

Rat der Gemeinde Jesteburg tagt am 7. Oktober
Die Ortsmitte Itzenbüttels steht auf der Agenda

as. Jesteburg. Über die Entwicklung Itzenbüttels berät der Gemeinderat Jesteburg am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Schützenhaus (Am Alten Moor 10) in Jesteburg. Konkret geht es um den Bebauungsplan (B-Plan) "Itzenbüttel-Ortsmitte". Landwirt Christoph Heitmann ("Zeckershoff") möchte auf seinem bislang ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Gelände Wohnhäuser realisieren. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit bis zu acht Wohneinheiten. Außerdem soll das Haupthaus abgerissen und durch...

Blaulicht
In der Staatsanwaltschaft Stade rücken kriminelle Clans jetzt verstärkt in den Fokus

Stade ist Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft
Null Toleranz bei Clankriminalität

tk. Stade. "Das Gefühl, dass es in Niedersachsen Kriminelle gibt, die bei rechtschaffenen Bürgern den Eindruck erwecken, dass sie tun und treiben könnten, was sie wollen, darf es nicht geben." Mit diesen Worten gab Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) den Startschuss für die vier neuen Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften Clankriminalität. Eine davon ist in Stade angesiedelt.  Zwei Staatsanwälte werden sich in den jeweils vier Ermittlungseinheiten, neben Stade sind das...

Panorama
In seinem Stall: Landwirt Stefan Isermann aus Toppenstedt
3 Bilder

"Aufeinandertreffen mit Corona wäre Super-GAU"
Landwirte sind bedroht von Auswirkungen von Afrikanischer Schweinepest

ce. Toppenstedt. "Die Pest ist in hiesigen Regionen noch nicht angekommen. Ihre Auswirkungen könnten aber nicht nur für unseren Betrieb mittelfristig existenzbedrohend werden." Das sagt Stefan Isermann (41), der in dritter Generation in Toppenstedt (Landkreis Harburg) Landwirtschaft mit einigen tausend Schweinen betreibt, mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt, hat bislang 35 dieser Vierbeiner in...

Politik
Rainer Schlichtmann hat sich 25 Jahre zum Wohle der Samtgemeinde Harsefeld eingesetzt
4 Bilder

Er übergibt ein gut bestelltes Haus
Nach 25 Jahren als Verwaltungschef in Harsefeld: Rainer Schlichtmann geht in den Ruhestand

jd. Harsefeld. Eine Ära geht heute zu Ende: Dieser Mittwoch ist der letzte Arbeitstag für Rainer Schlichtmann. Am Abend wird der Harsefelder Samtgemeinde-Bürgermeister bei einem Festakt in der Eissporthalle offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Dass seine Amtszeit später einmal als "Ära Schlichtmann" bezeichnet wird, dürfte ziemlich sicher sein. Schließlich hat der 67-Jährige die Geschicke der Samtgemeinde und auch ihrer vier Mitgliedsgemeinden entscheidend geprägt - und das über einen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen