Signal für die Energiewende setzen
Grüne: Stade soll Bürger-Energie-Genossenschaft beitreten
- Windkraft und Solaranlagen: Das sind die beiden Bereiche, in denen sich die Genossenschaft Schwinge Energie Staderland engagiert
- Foto: Adobe Stock/lovelyday12
- hochgeladen von Jörg Dammann
Ein politisches Signal für mehr Klimaschutz will die Grünen-Fraktion im Stader Rat setzen. Nach dem Willen der Grünen soll die Hansestadt der Bürger-Energie-Genossenschaft "Schwinge Energie Staderland eG" beitreten. „Die Verwaltung wird beauftragt, für die Stadt 100 Genossenschaftsanteile im Wert von je 200 Euro zu erwerben. Die Gesamtsumme in Höhe von 20.000 Euro wird in den Haushalt 2026 eingestellt“, heißt es im Antrag.
Zur Begründung verweist die Fraktion auf die Veränderungen im Energiesektor: „Vor dem Hintergrund des weltweiten Klimawandels befindet sich die Energiewirtschaft in Deutschland in einem Umbauprozess hin zu dezentralen erneuerbaren Energien.“ Auch in Stade und in der Region sei in den kommenden Jahren damit zu rechnen, dass weitere Windräder und Solaranlagen errichtet werden. Somit verändere sich das Landschaftsbild, was von der Bevölkerung kritisch gesehen wird, während die finanziellen Erträge oft an auswärtige Investoren fließen.
Eine Alternative nach Ansicht der Grünen sind Bürger-Energie-Genossenschaften. So bleibe die Wertschöpfung in der Region und die Menschen vor Ort könnten sich finanziell an umweltfreundlichen Projekten beteiligen - auch mit geringen Mitteln. Ein weiterer positiver Effekt: Die Akzeptanz für Windparks könnte gesteigert werden.
Die Grünen halten die "Schwinge Energie" für den idealen Kooperationspartner. Die Anfang dieses Jahres von 22 Personen offiziell gegründete Genossenschaft ist mittlerweile auf 130 Mitglieder angewachsen, die inzwischen mehr als 1.350 Anteile in Gesamtwert von 270.000 Euro gezeichnet haben. Bei dem ersten Projekt der neuen Genossenschaft geht es um die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf 25 Mehrfamilienhäusern der Wohnstätte Stade im Stadtteil Hahle. Die "Schwinge Energie" hat sich zum Ziel gesetzt, über kurz oder lang mindestens ein eigenes Windrad zu betreiben. Pro Mitglied können höchstens 100 Anteile erworben werden.
Mit dem Beitritt würde Stade der Genossenschaft nicht nur weiteres Eigenkapital zur Verfügung stellen, sondern nach Ansicht der Grünen auch Vorbildcharakter übernehmen, indem man ein Zeichen für den Klimaschutz setzt - so wie viele andere Kommunen es auch schon getan haben.
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Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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