Zeugen vergangener Kultur in Mulsum-Hohenmoor

Sanierungsbedürftig: die Grabsteine in Hohenmoor
3Bilder
  • Sanierungsbedürftig: die Grabsteine in Hohenmoor
  • Foto: jd
  • hochgeladen von Thorsten Penz

Engagement für Grabstein-Restaurierung auf idyllischem Dorffriedhof in der Samtgemeinde Fredenbeck

tp. Mulsum. Sie sind Zeugen vergangener Bestattungskultur: Zwölf Grabsteine auf dem Dorf-Friedhdhof in Hohenmoor, Ortsteil von Mulsum in der Samtgemeinde Fredenbeck. Zwar stehen die Grabmale nicht unter Denkmalschutz, würden von Archäologie-Experten aber als "Gesamtensemble als sehr erhaltenswert" eingestuft, sagt Grünen-Ratsfrau Elke Weh. Sie setzt sich für eine Restaurierung ein. Die Grünen haben einen entsprechenden Antrag im Rat gestellt. Es gibt viel zu tun, denn die Namensinschriften sind schlecht und zum Teil sind nicht mehr lesbar.

Der Friedhofsausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung 2.200 Euro für die für die Erneuerung der Inschriften von dreien der Grabsteine in den Haushalt 2017 eingestellt. Der Betrag stand 2016 schon im Etat, wurde wegen eines Sperrvermerks aber nicht abgerufen. Formal muss der Samtgemeinderat auf der nächsten Sitzung am Dienstag, 24. Januar, der Finanzierung noch sein Okay erteilen.

"Die gesamte Aktion mit Reinigung und Standsicherung der zwölf Grabsteine und Dokumentation der Schritte, wird mit allen Nebenkosten mehr 10.000 Euro kosten", schätzt Elke Weh. Die Jugendbauhütte soll die Arbeiten ausführen. Die verbleibenden 8.000 Euro will die Lokalpolitikerin von "Stiftungen oder aus anderen Fördertöpfen" beschaffen.

Initiatorin Weh will noch die Ratssitzung abwarten: "Dann kann ich an die Öffentlichkeit gehen und um Unterstützung bitten." Derzeit arbeitet sie an einer Projektbeschreibung.

Die Grabsteine befänden sich seit den Bestattungen in unveränderter Position, was "an sich schon bemerkenswert ist", so Elke Weh. Denn nach heutigen Satzungen werden die Grabdenkmäler nach Ablauf der Ruhefristen entfernt. "In Hohenmoor muss immer genügend Platz vorhanden gewesen sein, so dass die Gräber erhalten bleiben konnten", so Weh, die den idyllisch gelegenen Gottesacker für ein erhaltenswertes "Stück Geschichte für die gesamte Region" hält.

Gemeindebürgermeister Gerhard Seba aus Kutenholz ist begeistert von Elke Wehs Engagement: "Seit vielen Jahren sind die Grabsteine Gespräch im Ausschuss gewesen. Ich freue mich, dass Elke Weh die Restauration vorantreibt."

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.