25. Holk Kulturfestival: Erfolgreiches Jubiläum und Ende einer Ära

Festivalabschluss auf der Studiobühne mit Ronja Maltzahn  | Foto: Stadeum
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Vier Wochen voller Kultur, sechs unterschiedliche Spielstätten und 16 abwechslungsreiche Veranstaltungen: Das 25. Holk Kulturfestival verabschiedet sich mit einer durchweg positiven Bilanz vom Publikum. Mit dem Jubiläum geht zugleich eine Ära zu Ende, denn das Stadeum verabschiedet sich von dieser Form des festivalartigen Saisonauftakts. Ab 2027 ist stattdessen eine neue Reihe kleinerer Open-Air-Veranstaltungen geplant.

Die finale Ausgabe des Holk Kulturfestivals startete mit einer ausverkauften Vorstellung in der historischen Festung Grauerort. Das PUR-Tribute „Abenteuerland“ begeisterte das Publikum bei überraschend trockenem Wetter.

Zu echten Publikumsmagneten entwickelten sich die musikalischen Abende. Star-Trompeter Rüdiger Baldauf und Soulgröße Max Mutzke sorgten zusammen mit einer hochkarätig besetzten Band für Begeisterungsstürme und Standing Ovations. Für besonders intime und ergreifende Momente zeichnete die Schauspielerin und Sängerin Jasmin Tabatabai verantwortlich: Begleitet vom David Klein Quartett überzeugte sie mit lyrischem Jazz und musikalischer Perfektion – im Saal hätte man zeitweise eine Stecknadel fallen hören können.

Mit einem besonderen Abschlusskonzert verabschiedete sich auch das Musik-Comedy-Trio Bidla Buh von der Bühne und vom Stader Publikum. Die drei stilvoll gekleideten Herren hinterlassen eine spürbare Lücke in der norddeutschen Musikszene. Zum feierlichen Festivalabschluss auf der Studiobühne luden Ronja Maltzahn und ihr musikalischer Partner Fede Marina am Samstagabend ein: Bei freiem Eintritt verwandelte sich ihr Weltmusik-Konzert in eine mitreißende Abschlusssause.

Ein visuelles und künstlerisches Highlight war die Show „Paper Moon“ des Illustrators Robert Nippoldt mit einer bestens aufgelegten Live-Band. Herrlich analog und voller Kreativität erzählte das Ensemble die Geschichte der Raumfahrt in handgezeichneten Bildern und Comic-Strips nach – Ausflüge in den Science-Fiction-Bereich inklusive. Das Publikum, das sich auf diesen Abend eingelassen hatte, war durchweg hingerissen.

Die Show Paper Moon des Illustrators Robert Nippoldt | Foto: Stadeum
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Auch das literarische und kabarettistische Programm bot vielfältige Glanzpunkte: Satirikerin und Titanic-Mitherausgeberin Ella Carina Werner las in der Buchhandlung Schaumburg aus ihrem neu erschienenen Roman „Menopause Turbosause“ sowie aus ihren feministischen Tiergedichten. Walter Sittler und Johann von Bülow begeisterten das Publikum vor ausverkauftem Haus mit einer Lesung aus der „Weltgeschichte der Lüge“. Tina Teubner glänzte mit klugem Klavierkabarett auf der Studiobühne, während der Quatsch Comedy Club vor vollem Haus die talentiertesten Newcomer der Szene auf die Bühne brachte.

Die vierte Auflage der Open Stage bewies erneut die Stärke der regionalen Szene: Elf lokale Talente zeigten ein buntes Programm, das vom Spielmannszug über Chorgesang bis hin zu Poetry-Slam und Rockklängen reichte. Für strahlende Kinderaugen sorgte das Kindermusiktheaterstück „Eule findet den Beat“, das bei seiner Stade-Premiere die Familien restlos überzeugte.

Blick in die Zukunft ab 2027

Mit dem erfolgreichen Abschluss der 25. Ausgabe verabschiedet sich das Stadeum von dieser Form des traditionellen Festival-Saisonauftakts. Die Organisatoren blicken dankbar auf ein vierteljahrhundertreiches Kulturformat zurück und freuen sich bereits auf die Neuausrichtung: „Nach 25 Ausgaben mit vielen Highlights und unvergesslichen Juwelen ist es Zeit für etwas Neues“, sagt Stadeum-Geschäftsführer Tobias Paulsen. „Der Saisonauftakt bleibt etwas Besonderes, das sich vom Rest der Spielzeit abheben wird. Ab 2027 wird das Publikum mit einer neuen Reihe kleinerer, feiner Open-Air-Veranstaltungen begrüßt, bei der auch das allseits beliebte Tribute-Format nicht fehlen wird. Unberührt davon bleibt das jährliche Open Air in Grauerort. Daran planen wir festzuhalten“, verrät Paulsen. Bis dahin freut sich das Team aber erst einmal auf die anstehenden 130 Kulturveranstaltungen der neuen Saison.

Festivalabschluss auf der Studiobühne mit Ronja Maltzahn  | Foto: Stadeum
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Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

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