"Bädersterben" bereitet DLRG Sorge

Eine Jolle ist umgekippt. Die Wasserretter der DLRG sind zur Stelle | Foto: DLRG
  • Eine Jolle ist umgekippt. Die Wasserretter der DLRG sind zur Stelle
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(bc). Die Rettungsschwimmer der DLRG haben in Niedersachsen im vergangenen Jahr 52 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. An 293 Badestellen waren sie 2012 mit etwa 4.500 Rettern im Einsatz. Dazu stehen über 280 Rettungsboote und mehr als 5.000 Rettungsschwimmer zur Verfügung.

Große Sorge bereitet der DLRG das Bädersterben. Nicht nur, dass weniger Menschen schwimmen lernen, auch die Ortsgruppen der DLRG bekommen Probleme bei der Ausbildung des Nachwuchses. "Wir können keine Rettungsschwimmer, Ausbilder und Taucher mehr schulen", sagt DLRG-Sprecher Ralf Zimmermann. "Eine besorgniserregende Entwicklung", so Zimmermann. Vor Gründung der DLRG und dem Schwimmbäder-Boom in den 60er Jahren seien jährlich teilweise bis zu 8.000 Menschen in Deutschland ertrunken. "Jetzt sind es noch um die 600 Personen", sagt der DLRG-Sprecher.

Alleine im vergangenen Jahr haben mehr als 26.000 Menschen in Niedersachsen Schwimmprüfungen bei der DLRG abgelegt. Mehr als 8.000 Rettungsschwimmer wurden aus- und fortgebildet. "Diese Zahl stagniert allerdings seit Jahren. Hier muss die DLRG noch mehr motivieren und gegensteuern, um ihren Fortbestand zu sichern“, so DLRG-Landesverbandspräsident Hans-Jürgen Müller.

Redakteur:

Björn Carstens aus Buxtehude

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