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Elbvertiefung beginnt planmäßig

Die Containerschiffe auf der Elbe werden immer größer - hier die MOL Triumph am Stader Seehafen zwischen dem Dow-Werk (li.) und der Insel Pagensand (Mitte oben) (Foto: Martin Elsen / www.luftbild.fotograf.de)

Umweltverbände verzichten auf Eilverfahren / Frank Horch: "Balance zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen gefunden"

tp. Stade. Zwar gab es eine erneute Klage von Umweltverbänden gegen die seit 17 Jahren geplante Elbvertiefung. Dennoch können die Arbeiten zur Fahrrinnenanpassung beginnen. Die Umweltorganisationen Nabu, BUND und WWF haben zwar angekündigt, auch gegen den aktuellen Planergänzungsbeschluss vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu ziehen. Da es wenig Aussicht auf Erfolg gebe, verzichten die Gegner jedoch auf einen Eilantrag. "Damit besteht trotz der Klage die Bauberechtigung fort", sagt die Pressestelle des Hamburger Senats und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV).

Wie mehrfach berichtet, planen die Stadt Hamburg und der Bund den Ausbau der Fahrrinne, sodass künftig große Containerschiffe mit bis zu 13,5 Metern Tiefgang tideunabhängig und bis zu 14,5 Metern auf der Flutwelle von der Nordsee aus den Hamburger Hafen erreichen können. "Die bereits begonnenen Arbeiten und die bereits laufenden Ausschreibungen werden planmäßig fortgesetzt. Die Vertiefungs- und Verbreiterungsarbeiten beginnen laut WSV planmäßig im März.

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch sagt: „Auch wenn die Auseinandersetzung nun weitergeht, ist es meine Überzeugung, dass wir längst eine gute Balance zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen gefunden haben. Ich bin außerdem überzeugt davon, dass wir die Restmängel, die das Gericht beanstandet hat, sehr sorgsam abgearbeitet und behoben haben. Der Hamburger Hafen ist und bleibt ein zentraler Wirtschaftsmotor, der allein hier in Norddeutschland mehr als 150.000 Arbeitsplätze schafft."

Als ein bedeutender Welthafen fungiere der Hafen als eine Drehscheibe im internationalen Warenverkehr für Deutschland und Europa, so Horch. "Diese Position können wir jetzt weiter ausbauen."

Professor Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, ergänzt: "Wir können jetzt bauen. Das ist ein erfreuliches Signal für die Wirtschaft und die Schifffahrt. Ich bin zuversichtlich, dass wir im Hauptsacheverfahren Recht bekommen. Wir haben uns den vielen juristischen Herausforderungen erfolgreich gestellt. Auch andere Vorhaben werden von dieser guten Vorarbeit profitieren, unter anderem, weil jetzt klar ist, wie die EU-Wasserrahmenrichtlinie anzuwenden ist."

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