Meilenstein für Hochwassersicherheit
Aus- und Neubau des rechten Luhedeiches in Roydorf schreitet voran

Blick auf die Baustelle am rechten Luhedeich in Roydorf: Unter anderem die Schottertragschicht für den neuen Deichverteidigungsweg ist bereits hergestellt – in Kürze wird hier betoniert | Foto: Wilhelms/NLWKN
  • Blick auf die Baustelle am rechten Luhedeich in Roydorf: Unter anderem die Schottertragschicht für den neuen Deichverteidigungsweg ist bereits hergestellt – in Kürze wird hier betoniert
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Gute Nachrichten für den Hochwasserschutz in Winsen: Der von Anrainern herbeigesehnte Ausbau des rechten Luhedeiches im Bereich Roydorf läuft auf Hochtouren. Über den Fortschritt auf der Baustelle informierten jetzt der Deich- und Wasserverband Vogtei Neuland und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Ein Abschluss des ersten Bauabschnitts ist demnach für Ende August vorgesehen.

Beim Vor-Ort-Termin zeigten sich Bürgermeister André Wiese, Erster Kreisrat Josef Nießen und Mirko Dannenfeld, Leiter der Umweltabteilung beim Kreis, zufrieden mit dem Stand des wichtigen Hochwasserschutzprojekts. Die Arbeiten am rechten Luhedeich begannen im April und gehen sichtbar gut voran. Auf einer Länge von rund 600 Metern zwischen dem Peerweg und der Straße „In’n Dörp“ wird das Schutzbauwerk im derzeit laufenden ersten Bauabschnitt komplett erneuert und verstärkt. Ziel ist es, sowohl Anwohner und landwirtschaftliche Flächen als auch das benachbarte Krankenhaus künftig noch verlässlicher vor Hochwasser zu schützen.

Der NLWKN setzt das bereits 2018 planfestgestellte Bauvorhaben im Auftrag des Deich- und Wasserverbandes Vogtei Neuland um. Die am rechten Luheufer vorhandene Verwallung muss hinsichtlich Abmessungen und Aufbau dem heutigen Stand der Technik angepasst werden. „Die wesentlichen Defizite bestehen vor allem in einer ungenügenden Kleiabdichtung, den zu steilen Böschungsneigungen und fehlenden Deichverteidigungswegen, die im Hochwasserfall ein effektives Erreichen von Gefahrenstellen ermöglichen sollen“, betonte Projektingenieurin Theresa Wilhelms von der NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg.

Grundlage des Hochwasserschutzprojekts ist der Rahmenentwurf zum Ausbau und Neubau der Schutzdeiche an der Ilmenau, der Luhe und der Seeve. Als Schutzdeiche bezeichnen die Experten dabei jene Deiche oberhalb von Sperrwerken, die dem Schutz eines Gebietes vor Flusshochwassern dienen, wenn das Oberwasser bei Schließung des Sperrwerks im Rahmen eines gleichzeitigen Sturmflutfalls nicht abfließen kann. Das gesamte Vorhaben umfasst die rechtsseitigen Schutzdeiche zwischen der Brücke „In’n Dörp“ in Roydorf und der Bahnbrücke in Winsen. Auf diesem rund 1.800 Meter langen Planfeststellungsabschnitt sollen die Deiche in insgesamt zwei Bauabschnitten erneuert werden. Der jetzt besichtigte erste Abschnitt in Roydorf bildet hierbei den Auftakt.

Parallel zu den laufenden Arbeiten haben die Planer des NLWKN das Gesamtprojekt dabei weiter fest im Blick: Der sich anschließende zweite Bauabschnitt befindet sich bereits in der Ausführungsplanung. Nach der anschließenden Vergabe der Bauleistungen soll die Umsetzung auch hier so schnell wie möglich beginnen.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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