IGN prüft EU-Beschwerde
Heidewasserförderung: Hamburg Wasser geht in Berufung

Sie sind gegen eine Ausweitung der Fördererlaubnis: Die IGN-Vorstandsmitglieder Klaus-Detlef Kröger (li.) und Gerhard Schierhorn mit einer Abbildung des Grundwassermodells
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Wirtschaft
Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
Aktion

Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet, stößt das ehrgeizige Bauvorhaben der Brüder Jan und Dirk Podbielski aus...

Blaulicht
Schon wieder wurden in der Umkleidekabine von Bundesliga-Handballerinnen Kameras versteckt (Symbolfoto)

Spielerinnen finden Kameras in Umkleidekabine
Weiterer Spannerskandal in der Handball-Bundesliga

os. Buchholz/Metzingen. Die Handball-Bundesliga der Frauen wird erneut durch einen Spannerskandal erschüttert: Spielerinnen der TuS Metzingen haben Anfang dieser Woche zwei Kameras im Umkleideraum der Öschhalle in der 23.000-Einwohnerstadt in Baden-Württemberg entdeckt. Erst vor einer Woche war ein ähnlicher Fall beim Ligakonkurrenten Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bekannt geworden, der den Handballsport in den Grundfesten erschüttert hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Parallele in...

Panorama
Die meisten Ärzte sind laut der Ärztekammer geimpft, ob es im März zu Personalmangel kommt, bleibe abzuwarten

Ahlerstedt
Hausarzt schmeißt wegen Impfpflicht und Pharmaindustrie hin

sv. Ahlerstedt. Noch knapp zwei Monate haben ungeimpfte Mitarbeiter in Arztpraxen, Kliniken, Betreuungseinrichtungen und in der Pflege Zeit, sich gegen Corona impfen zu lassen, bevor am 16. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht greift. Was in vielen Einrichtungen bereits jetzt zu Personalmangel führt, hat Hausarzt Dr. Jens Wagner in Ahlerstedt (Landkreis Stade) sogar dazu gebracht, seine ärztliche Tätigkeit zu beenden: Noch bis Anfang Juni will er in der Praxisgemeinschaft mit Dr. Nicole...

Service

Weiterer Corona-Todesfall
Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle im Kreis Stade klettert auf über 12.000

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Freitag, 21. Januar, auf 567,3 gestiegen. Die Inzidenzen in den anderen Landkreisen in der Region zwischen Elbe und Weser sind sogar noch etwas höher. Der Landkreis Harburg hat jetzt sogar die 1.000er-Marke überschritten. Aktuell sind im Landkreis Stade 1.558 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 259 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn...

Panorama
Jenny Elvers, ehemalige Heideblütenkönigin aus 
Amelinghausen, beim Promibacken

Amelinghausen
Ex-Heideblütenkönigin Jenny Elvers beim Promibacken

(sv/nw). Seit ihrer Krönung zur Heideblütenkönigin in Amelinghausen im Jahr 1990 hat Jenny Elvers sich beim Dschungelcamp, Big Brother und jetzt beim SAT.1-Promibacken im Reality-TV einen Namen gemacht. Dabei sieht Elvers sich selbst eher als eine gute Köchin denn als Bäckerin. Vor der Show war sie eine absolute Backanfängerin, Kuchen und Torten gab es nur vom Bäcker. Ihre einzige Annäherung an die Welt des Backens war das Plätzchenbacken mit ihrem Sohn. Weil sie aber so ein großer Fan der...

Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 21. Januar
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(thl). Die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg steigen weiter an: Am heutigen Freitag, 21. Januar, haben bereits sechs Kommunen eine Inzidenz von über 1.000. Die Inzidenz für den Landkreis Harburg stieg gegenüber dem Vortag um 107,8 auf jetzt 1117,5. Insgesamt 2.861 (+276) neue Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,9 auf 6,1 gestiegen. Die Intensivbettenbelegung blieb bei 4,9 Prozent. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben...

Sport
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"Gipfel der Quizgiganten"
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Panorama

Schulklassen in häuslicher Isolation
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Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
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Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

(os). Der seit Jahrzehnten währende Kampf um die Förderung von Heidewasser durch die Stadt Hamburg geht in die nächste Runde: Der Wasserversorger Hamburger Wasserwerke (HWW) hat Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Lüneburg eingelegt. Die Lüneburger Richter hatten am 11. Oktober in erster Instanz die vom Landkreis Harburg erteilte "gehobene Erlaubnis" zur jährlichen Förderung von 16,1 Millionen Kubikmetern Grundwasser für zulässig erklärt. Das Verfahren wird jetzt vor dem Oberverfassungsgericht Lüneburg fortgesetzt.
Rückblick: Die alte Wasserförderungs-Bewilligung für die HWW von 1974 mit einer Fördermenge von bis zu 25 Millionen Kubikmetern jährlich war 2004 ausgelaufen. Erst 2009 hatte Hamburg Wasser eine neue Bewilligung für die Grundwasserförderung aus der Nordheide auf jährlich 18,4 Millionen Kubikmeter Wasser beantragt. Zehn Jahre dauerte das "Tauziehen" zwischen dem Wasserkonzern und den berechtigten Interessen der Bürger und Umweltverbände bis zur Genehmigung durch den Landkreis Harburg im April 2019. Bis dahin förderte HWW auf der Basis einer vorläufigen Erlaubnis rund 15,4 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Laut der aktuellen, für 30 Jahre erteilten "gehobenen Erlaubnis" darf Hamburg Wasser im Mittel bis zu 16,1 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr fördern. Die beantragten 18,4 Millionen Kubikmeter pro Jahr sind zwar zwischendurch möglich, aber nur, wenn die Mehrentnahme über den gesamten Förderzeitraum wieder ausgeglichen wird.
Die HWW halten nach umfassender Prüfung der Urteilsbegründung an ihrer Rechtsauffassung fest. "Mit der Wasserförderung in der Nordheide stehen wir in der Verantwortung, mehr als 300.000 Menschen im Hamburger Westen und in Heimfeld verlässlich mit Trinkwasser zu versorgen", erklärt HWW-Geschäftsführer Ingo Hannemann. Für diese Aufgabe benötigten die HWW eine hinreichende rechtliche Grundlage. "Aus unserer Sicht kann dies nur eine Bewilligung sein. Eine davon abweichende Gestattungsform wäre ein kritisches Signal für die gesamte Branche." Es bleibe dabei: Aus Sicht der HWW schränken die Vorgaben des Landkreises Harburg die Versorgungssicherheit Hamburgs unverhältnismäßig stark ein. 
Für die Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide (IGN), die sich für eine deutliche Senkung der Fördermenge auf maximal zwölf Millionen Kubikmeter einsetzt, kommt die Berufung durch die HWW nicht überraschend. "Unsere Aufgabe ist es, jetzt doppelt wachsam und aktiv zu sein", erklärt IGN-Geschäftsführer Gerhard Schierhorn. Bei einer Sitzung am Donnerstag beschloss die IGN, ihrerseits den Antrag auf Zulassung einer Berufung zu stellen. Die Frist dafür läuft am kommenden Donnerstag aus.
Man werde sich zudem anwaltliche Hilfe holen, um eine Beschwerde bei der EU einzureichen, erklärt Schierhorn. Die IGN sei der Meinung, dass aus einem FFH-Gebiet (Flora, Fauna, Habitat) - dazu gehört die Lüneburger Heide - nicht die von Hamburg Wasser beantragte Wassermenge gefördert werden dürfe. Die FFH-Gebiete sind spezielle europäische Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz. Damit sei auch die EU der Ansprechpartner für eine Beschwerde, sagt Schierhorn. Am kommenden Montag wollen sich die IGN-Mitglieder erneut treffen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Nur Verlierer beim Kampf ums Heidewasser
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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