"Keine Luhe-Philharmonie"

thl. Winsen. "Allen Unkenrufen zum Trotz, wenn die öffentliche Hand baut, haben wir hier keine Luhe-Philharmonie. Die Kosten für die Arbeiten sind sogar noch rund 500.000 Euro unter dem Voranschlag geblieben", sagte Winsens Amtsgerichtsdirektor Albert G. Paulisch jetzt bei der Feierstunde anlässlich des Endes der Sanierungsarbeiten im Schloss.
Paulisch blickte in seine Rede zurück auf das Jahr 1994. Damals habe man vor der Frage gestanden: Sanieren oder Ausziehen? "Das Schloss war in die Jahre gekommen, sein Zustand besorgniserregend, die Schlosskapelle einsturzgefährdet", so der Chef-Richter. "Doch dieses Schloss ist viel zu schade, als dass man es leer stehen lassen könne."
Was folgte, waren 19 lange Jahre mit Sanierungsarbeiten (das WOCHENBLATT berichtete). "Ich hatte immer gesagt, bis zu meiner Pension müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das hat geklappt. Jetzt habe ich noch knapp vier Jahre vor mir. Ohne Baumaßnahmen - ich glaube, mir wird etwas fehlen", flachste Paulisch.
Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (61, Grüne) lobte die gelungene Sanierung und hatte noch eine dicke Überraschung im Gepäck. Für 40-jährige Dienstzeit überreichte sie Albert G. Paulisch ein Urkunde.

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