Winsen: Ist diese Planung wirklich überdimensioniert?

Stellten die Planung vor: Laura Arp und Ralf Scheibel   Foto: thl
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Volksbank-Tochter plant Wohngebiet samt Grundschule in Stöckte / Politik hat viele Kritikpunkte

thl. Stöckte. "Auch wenn die Pläne noch nicht komplett ausgereift sind - wir haben eine positive Grundstimmung für unser Vorhaben mitgenommen." Das sagten Projektmanagerin Laura Arp und Geschäftsführer Rolf Scheibel von der Volksbank-Tochter GEB (Gesellschaft für Entwickeln und Bauen) nach der Sitzung des Planungsausschusses der Stadt Winsen. Kurz zuvor hatten die beiden dem Gremium ihren Planentwurf für das Baugebiet Grundschule Stöckte vorgestellt.
Der Plan sieht vor, dass auf einer knapp sieben Hektar großen Fläche an der Hoopter Straße, zwischen Sportplatzweg und Querweg, ein Baugebiet für bis zu 105 Wohneinheiten entsteht. Die Erschließung soll über die Hoopter Straße erfolgen, wo auf einer Fläche von etwa 1,7 Hektar eine Grundschule errichtet werden soll. Die Wohnbebauung soll über eine Ringstraße erschlossen werden. Fuß- und Radwege sollen die Bewohner in Richtung Sportplatz und Stöckter Deich führen.
"Wir haben ein heterogenes Angebot an Grundstücken in dem Gebiet. Wir wollen zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs bis acht Wohneinheiten errichten", stellte Laura Arp die Planung detaillierter vor. "Hinzu kommen etwa 20 Reihen-, 18 Doppel- und rund 25 Einfamilienhäuser." Für die Natur wolle man auch etwas machen. So soll im Bereich der durchlaufenden Gaspipeline, die nicht überbaut werden kann, eine etwa 3.800 Quadratmeter große Blühwiese mit Mahd entstehen. Zudem überlege man, eine Pflanzpflicht von einem Baum pro 300 Quadratmeter Grundstücksgröße im Grundbuch mit aufnehmen zu lassen, unterstrich Rolf Scheibel.
So richtig begeistert waren die Ausschussmitglieder von der Planung allerdings nicht. Zwar machten Bernd Meyer (Gruppe Grüne/Linke) und Brigitte Netz (SPD) deutlich, dass man in Stöckte dringend Mehrfamilienhäuser benötige, doch befanden sie die Planung für die Schule als "deutlich zu klein". Noch mehr Kritik hatte CDU-Ratsherr Christoph Fascher: "Ich finde das gesamte Baugebiet überdimensioniert. Stöckte hat derzeit 1.900 Einwohner, jetzt sollen mindestens 300 weitere auf einen Schlag dazukommen. Das geht gar nicht." Gleiches gelte auch für die Bebauung, die Mehrfamilienhäuser würden überhaupt nicht ins Dorf passen. Zudem kritisierte er die geplante Erschließung, durch die der gesamte Verkehr aus dem Wohngebiet an der Schule vorbeilaufe.
"Die Schule braucht mehr Platz", meinte auch Roderik Pfreundschuh (AfD). Und Dr. Erhard Schäfer (Gruppe Grüne/Linke) setzte noch einen obendrauf: "Wir haben eigentlich ein Grundstück für einen Schulstandort gesucht, um den ein paar Wohnhäuser entstehen könnten. Jetzt bekommen wir die ganze Sache genau andersherum präsentiert." Die Schule sei in der Planung von vier Seiten eingeschlossen und auf einem "Rest-areal" untergebracht. So sei sie Einrichtung nicht entwicklungsfähig. Sowohl Bernd Meyer als auch Roderik Pfreundschuh plädierten abschließend dafür, sich noch nach einem weiteren möglichen Standort für die Schule umzusehen.

Stellten die Planung vor: Laura Arp und Ralf Scheibel   Foto: thl
Direkt an der Hoopter Straße, an der Einfahrt zum Baugebiet, soll die Grundschule gebaut werden. Im hinteren Bereich sollen zusätzlich rund 100 Wohneinheiten entstehen   Foto: GEB
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Thomas Lipinski aus Winsen

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