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Zwei weitere Personen im Landkreis Stade im Zusammenhang mit Corona gestorben

Patienten kamen auch aus Japan
Neue Sonderausstellung in Winsen über Wunderheiler Schäfer Ast wurde eröffnet

Am Eingang zur Sonderausstellung im Marstall-Museum: 
Apotheken-Inhaberin Rosemarie Schmidt (li.) und Museumsleiterin Ilona Johannsen mit Schäfer-Ast-Aufsteller
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  • Am Eingang zur Sonderausstellung im Marstall-Museum:
    Apotheken-Inhaberin Rosemarie Schmidt (li.) und Museumsleiterin Ilona Johannsen mit Schäfer-Ast-Aufsteller
  • Foto: Museum im Marstall
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

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Heinrich Ast wurde 1848 in Gronau geboren und kam über Umwege nach Radbruch, wo er sich mit seiner Familie als Schäfer niederließ. Seine Herkunft aus einer Familie mit langer Tradition im Heilen brachte ihm schnell neben tierischer Kundschaft auch menschliche Patienten ein. Tausende von Patienten pilgerten von überall aus Deutschland und sogar aus England zu ihm.
Corona-bedingt durften zur Ausstellungseröffnung am vergangenen Wochenende nur 48 Gäste kommen. "Normalerweise wäre das Haus voll gewesen", betonte Professor Dr. Rolf Wiese, Vorsitzender des Heimat- und Museumvereins Winsen, in seiner Begrüßung. Er stellte das neue Museumskonzept vor, das zunehmend auch auf jüngere Menschen ausgerichtet ist und jedes Jahr eine große Sonderausstellung beinhaltet.
Rosemarie Schmidt, Inhaberin der Alten Rats-Apotheke, berichtete sehr anschaulich von der engen Zusammenarbeit der Apotheke mit Schäfer Ast. Anhand der heute noch in der Apotheke hergestellten Arzneimittel nach Asts Rezepturen erklärte sie die große Bandbreite der Wirkstoffe seiner Tropfen, Tees, Salben, Spezialeinreibungen und Haarwasser. Der Schäfer hatte der Apotheke seinerzeit einen starken wirtschaftlichen Aufschwung beschert, der sich bis heute in dem prächtigen Gebäude niederschlägt.
Museumsleiterin Ilona Johannsen erläuterte die Konzeption der Ausstellung, ausgehend von der enormen Resonanz auf das Wirken von Schäfer Ast bis hin zu der Frage, wie es zu der großen Popularität kommen konnte. Auch wirtschaftlich war Ast sehr erfolgreich und wurde zur damaligen Zeit zum größten Steuerzahler im Raum Winsen.
Dann stellte der Winsener Journalist Martin Teske seine neue Ast-Biografie vor. Seit Erscheinen der ersten Biografie - so Teske - habe es eine Fülle an neuen Quellen gegeben, die größtenteils in das neue Werk eingearbeitet worden seien. Die neuen Spuren führten nach Salzhausen, Stelle, Amelinghausen und Hollenstedt und sogar bis nach Japan. Den größten Schatz habe Jan-Peter Könnecke vor 13 Jahren auf dem Ashäuser Flohmarkt gehoben – mit zwei Kladden, in denen minutiös alle Zeitungsausschnitte aus der näheren und weiteren Umgebung über Ast eingeklebt waren. Die Biografie ist zum Preis von 14,80 Euro im Museumsladen erhältlich oder direkt beim Autor (Tel. 04171 - 66 83 11, E-Mail: Martin_Teske@t-online.de). Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober geöffnet.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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