Spendeneinbruch: Hilferuf des Hospizes Nordheide

Die Bauarbeiten am Hospiz-Neubau gehen voran. Ende des Jahres soll die Einrichtung eröffnet werden
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os. Buchholz. Die Corona-Krise macht dem Hospiz Nordheide in mehrerlei Hinsicht schwer zu schaffen: Die Spenden für die Einrichtung am Fuße des Buchholzer Krankenhauses, in der todkranke Menschen auf ihrem letzten Lebensweg sowie deren Angehörige kompetent und liebevoll begleitet werden, sind in den vergangenen Monaten eingebrochen. Zudem musste das Richtfest für den Hospiz-Neubau entfallen, und schließlich können sich die Angehörigen wegen der eingeschränkten Besuchsregelungen oft nicht ausreichend von ihren Liebsten verabschieden.
Deutlich spürt das Hospiz den Spendenrückgang. Vor allem die Kondolenzspenden nach Trauerfällen seien eingebrochen, berichtet Peter Johannsen, Geschäftsführer des Hospizes Nordheide. Es gebe auch weniger Zuwendungen aus Benefizveranstaltungen. Dabei, so betont Johannsen, sei das Hospiz dringend auf Spenden angewiesen. Wie berichtet, muss die Einrichtung fünf Prozent der laufenden Kosten selbst beisteuern. Zudem werden auch die Trauerarbeit und Therapien, die ein wichtiger Bestandteil in der Begleitung der Sterbenden und ihrer Angehörigen sind, über Spenden finanziert.
Die Corona-Krise trifft das Hospiz just in der Phase, in der der Neubau an der Hermann-Stöhr-Straße vorangehen muss. Er kostet etwa 6,5 Millionen Euro - geplant sind 14 Zimmer für Sterbende, zudem zwei Zimmer für Besucher, ein Gemeinschaftsraum, ein "Raum der Stille" zum Zurückziehen sowie ein Büroraum für den Oekumenischen Hospizdienst. Der Neubau finanziert sich durch Eigenmittel, Darlehen und ebenfalls Spenden - benötigt werden rd. 500.000 Euro.
In diesen Tagen sollte das Richtfest gefeiert werden, doch auch hier machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Johannsen bedankt sich bei allen Handwerkern, Spendern und anderen Beteiligten, die den Neubau ermöglichen.
Als herausfordernd empfinden Johannsen und seine Mitarbeiter die stark eingeschränkten Besuchsregelungen, die oft den direkten Kontakt mit den Sterbenden unmöglich machen und damit genau dem entgegenstehen, was sich die Hospizgäste wünschen. Glücklicherweise sei man vom direkten Kontakt mit dem Coronavirus bislang verschont geblieben, erklärt Johannsen.
Umso mehr wünsche man sich, dass der Einzug ins neue Hospiz zum Ende des Jahres möglich ist. Johannsen: "Wir wollen weiter für Menschen in ihrer letzten Lebensphase umfassend da sein und freuen uns, wenn das Spendenaufkommen wieder steigt."
• Wer die Arbeit des Hospiz Nordheide sowie den Neubau unterstützen möchte, spendet auf das Konto des Hospizes bei der Hamburger Sparkasse (IBAN: DE 51 2005 0550 1383 1221 14).

Die Bauarbeiten am Hospiz-Neubau gehen voran. Ende des Jahres soll die Einrichtung eröffnet werden
Hospiz-Geschäftsführer Peter Johannsen
Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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