Smarte Thermostate im Fokus
Landkreis Harburg nimmt an "Ware Wunder" Kampagne teil

Tipps zur richtigen Bedienung des Heizungsthermostats gibt die Grafik von co2online | Foto: co2online
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Effizientes Heizen ohne zu frieren. Geht das? Der Landkreis Harburg beteiligt sich an Informationskampagne des Umweltbundesamtes #WareWunder. In der siebenteiligen
Reihe werden bis März 2026, unter dem Motto „kleiner Aufwand - großer
Nutzen“, sieben Schlüsselprodukte vorgestellt. Diesmal stehen programmierbare Heizkörperthermostate im Fokus. Heizen macht in den Haushalten den größten Teil des Energieverbrauchs und damit der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen aus. „Da gibt es viel Einsparpotenzial und Möglichkeiten, um die Effizienz zu steigern ohne frieren zu müssen“, sagt Oliver Waltenrath, Klimaschutzmanager des Landkreises Harburg. Heizen ist daher einer der Schlüsselbereiche in der Kampagne #WareWunder des Umweltbundesamtes, an der sich der Landkreis Harburg beteiligt. In der virtuellen Energieagentur des Landkreises, dem Energiewegweiser (www.energiewegweiser.de), werden Tipps und Tricks für bewussten Konsum gegeben. Immerhin knapp 30 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs entfällt auf Gebäude, davon der Großteil für Heizen und Warmwasser. Gut zwei Tonnen CO2 nur für das Heizen können das jährlich laut Umweltbundesamt für eine einzelne Person sein. Das liegt daran, dass die meisten Heizungen fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl benötigen, um die Wohnräume warm zu halten.

Die Wärmewende, mit der Heizen klimafreundlicher wird, setzt auf erneuerbare Energien. Aber Heizen sollte auch effizienter werden und mit niedrigerem Energieaufwand auskommen. „Die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen lassen sich besonders leicht, effektiv und komfortabel durch die Nutzung programmierbarer Heizkörperthermostate reduzieren. Damit kann man Energie und Geld sparen, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten“, erläutert Waltenrath. Das lohnt sich „Mit programmierbaren Heizkörperthermostaten lassen sich etwa zehn Prozent des Heizenergieverbrauchs einsparen.“

Ein Heizkörperthermostat besteht aus einem Temperaturfühler und einem Ventil. Programmierbare Modelle messen die Raumtemperatur elektronisch und steuern den Warmwasserfluss im Heizkörper über einen kleinen Motor. So kann man feste Heizprofile einrichten, die den eigenen Tagesablauf berücksichtigen. Smarte Thermostate gehen noch einen Schritt weiter. Sie analysieren Gewohnheiten, etwa wann man zu Hause ist, und passen die Heizleistung automatisch an. Einige Modelle erkennen geöffnete Fenster oder Türen und reduzieren in solchen Situationen die Heizleistung, um Energieverschwendung zu vermeiden.

Anders als bei manuellen Thermostate mit ihrer typischen fünf- bis siebenstufigen Skala lässt sich bei programmierbaren Thermostaten die exakte Temperatur in Grad Celsius einstellen, auf die zu einer bestimmten Uhrzeit geheizt werden soll. Wenn man um 18 Uhr von der Arbeit in eine gemütlich warme Wohnung kommen will, ohne dass die Heizung den ganzen Tag läuft, programmiert man das Thermostat im Wohnzimmer so,
dass es vielleicht schon um 17.30 Uhr mit dem Heizen startet. Mit smarten Thermostaten kann man die Heizung sogar von unterwegs mit dem Smartphone steuern – zum Beispiel, wenn es doch später wird mit dem Feierabend. Die Montage eines programmierbaren Thermostats ist in den meisten Fällen unkompliziert und kann auch selbst durchgeführt werden. Die Kampagne #WareWunder will zum Nachdenken aufrufen, das Heizverhalten zu ändern, und auch ansonsten im Alltag umwelt- und klimaschonender zu leben. Denn nicht nur beim Heizen, auch ansonsten lässt sich in Fragen des Klimaschutzes durch bewussten Konsum viel erreichen. Wohnen, Essen, Mobilität, Konsum – alles hat Auswirkungen auf Ressourcen, Klima und Artenschutz. „Klimaschutz scheint eine große Herausforderung zu sein. Doch oft sind es die kleinen Entscheidungen und Alltagsgewohnheiten, die einen Unterschied machen und viel bewirken können“, betont Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath. „#WareWunder  zeigt mit praktischen Tipps, wie wir durch nachhaltigen Konsum ohne große Umstellung unserer Gewohnheiten umwelt- und klimaschonender leben können. Wer bewusst wählt, spart Energie nicht nur zu Hause, sondern bereits bei Herstellung, Transport und Nutzung von Produkten.“
Genaue Details finden sich in den Beiträgen zu #WareWunder unter www.energiewegweiser.de im Bereich Energiesparen & Konsum. Die virtuelle Energieagentur www.energiewegweiser.de des Landkreises bietet zudem weitere Informationen über das vielfältige Klimaschutz Serviceangebot für den Landkreis Harburg. Zum Thema Heizen gibt es den „ThermostatCheck“ als interaktives, kostenloses Online-Tool von co2online, mit dem man in wenigen Minuten prüfen kann, ob sich ein Austausch der bestehenden Heizkörper-Thermostatventile lohnt. Er gehört zu den „EnergiesparChecks“, mit denen Maßnahmen zur Energieeinsparung für Haushalte analysiert werden. Nutzerinnen und Nutzer geben Daten zu ihren Thermostatköpfen, der Anzahl der Heizkörper, Kostenannahmen und Nutzungsgewohnheiten ein. Das Tool berechnet daraufhin, ob sich ein Austausch wirtschaftlich lohnt. Es berücksichtigt dabei Kosten für Anschaffung und Einbau sowie
das Einsparpotenzial. Am Ende werden konkrete Empfehlungen ausgegeben, beispielsweise zu geeigneten modernen Thermostatventilen.

Tipp: es gibt Online-Vorträge zu verschiedenen Themen rund um die Gebäudesanierung und erneuerbare Energien. Landkreis und Verbraucherzentrale Niedersachsen bieten regelmäßige kostenfreie Energieberatungen mit unabhängigen und neutralen Energieberatern im Kreishaus Winsen sowie in den Rathäusern Buchholz, Elbmarsch, Hanstedt und Neu Wulmstorf an. Terminbuchungen sind ebenfalls über www.energiewegweiser.de unter der Aktionskachel „Energieberatung im Rat-/Kreishaus“ möglich. Ansprechpartner sind auch Oliver Waltenrath und sein Team bei der Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises Harburg, Telefon 04171 – 6936601.

(Landkreis Harburg/jvp).
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Redakteur:

Julia Paepcke aus Buchholz

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