Glasfaser-Streit im Landkreis Harburg
Nur die Spitze des Eisbergs
- Unterbrochene Verbindung – im Streit um Glasfaseranschlüsse sorgen widersprüchliche Aussagen für Verunsicherung bei vielen Kundinnen und Kunden
- Foto: KI-generiert
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Verbraucherzentrale Niedersachsen prüft Abmahnung gegen Open Infra
Landkreis Harburg. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat sich zum Glasfaser-Streit zwischen Open Infra und Premium-Netz (Filiago) geäußert. Das WOCHENBLATT hat Rechtsexpertin Jana von Bibra mit konkreten Fragen konfrontiert.
Das Ergebnis: Im Raum Lüneburg sind bereits mehrere Beschwerden eingegangen. „Wir gehen davon aus, dass diese nur die Spitze des Eisbergs sind", so von Bibra. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen prüft derzeit eine Abmahnung gegen Open Infra und behält sich weitere rechtliche Schritte vor. Die Verbraucherzentrale Brandenburg hatte Open Infra bereits am 23. April verklagt.
Zum strukturellen Problem: „Wenn Unternehmen ohne öffentliche Förderung ausbauen, müssen sie keine Wettbewerber auf ihr Netz lassen. Wenn es an den betroffenen Adressen nur das Netz von Open Infra gibt, bestimmen sie, mit welchen Anbietern ein Vertrag abgeschlossen werden kann. Eine echte Alternative gibt es nicht – und es entstehen ernste Abhängigkeiten."
Kunden, die befürchten, ungewollt zu InternetNord gewechselt zu sein, beruhigt von Bibra teilweise: Bei der angekündigten Überbrückung handele es sich „unserem Kenntnisstand nach um einen technischen Vorgang im Hintergrund". Die Verträge mit Premium-Netz bestünden fort. Bei Störungen bestehe ein Recht auf unverzügliche Behebung – bei mehr als drei Tagen Unterbrechung auch ein Anspruch auf Entschädigung.
Bei Fragen hilft die kostenlose Beratung der Verbraucherzentrale Niedersachsen: verbraucherzentrale-niedersachsen.de
Redakteur:Tina Lüecke aus Buchholz |
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