Sein Herz schlägt für das Ehrenamt
Bundesverdienstkreuz für Gerhard Schierhorn aus Hanstedt
- Landrat Rainer Rempe (li.) überreicht Gerhard Schierhorn das Bundesverdienstkreuz und die dazugehörige Urkunde
- Foto: Schierhorn
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Große Ehre für Gerhard Schierhorn aus Hanstedt: Für sein vorbildliches ehrenamtliches Wirken wurde er am Donnerstag auf dem Hof Kröger in Wörme im Auftrag des Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Landrat Rainer Rempe.
"Diese hohe Auszeichnung ist eine Würdigung Ihres herausragenden Engagements in der Kommunalpolitik, der St.-Jakobi-Stiftung Hanstedt, im Bereich Kultur und besonders in der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide (IGN)", umriss Rempe die Verdienste des 1957 in Nindorf geborenen Geehrten.
Bereits seit 1979 ist Gerhard Schierhorn aktiv in der IGN, die sich seinerzeit vor dem Hintergrund der beabsichtigten Grundwasserentnahme aus der Heideregion durch die Hamburger Wasserwerke gründete. Schierhorn war zunächst Pressesprecher und ist heute Vorsitzender des etwa 200 Mitglieder starken Vereins. "Es ist beeindruckend, mit welcher Kraft und Vehemenz Sie am Thema dranbleiben und auch nach all der Zeit nicht müde werden, auf die Bedeutung des Grundwasserschutzes hinzuweisen", betonte der Landrat.
Kommunalpolitisch engagiert sich Gerhard Schierhorn seit 1991 - mit einer kurzen Unterbrechung - im Samtgemeinderat in der Wählergemeinschaft Unabhängige Nordheide Stimmen (UNS). Für sie saß er von 1991 bis Ende 2002 und erneut von 2011 bis 2021 auch im Gemeinderat. Zudem ist er seit vielen Jahren Kreistagsabgeordneter.
Ab 2011 war Schierhorn darüber hinaus Bürgermeister der Gemeinde Hanstedt. "Für Sie war dieses Amt eine echte Herzensangelegenheit. An der Fleischertheke, beim Friseur oder im Wartezimmer – als Gemeindebürgermeister gehört es dazu, jederzeit und überall ansprechbar zu sein", umriss Rainer Rempe, was Gerhard Schierhorn in diesem Amt ausmachte. Gemeinsam mit Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus habe Schierhorn für Hanstedt viel bewegt. Als Beispiele nannte Rempe unter anderem das Gewerbegebiet, das Projekt Hof Uhlenbusch und den Dorfkrug im Ortskern.
Bei der Stiftung der Hanstedter St.-Jakobi-Kirchengemeinde war Gerhard Schierhorn 2002 Mitbegründer und dann fast 20 Jahre Vorsitzender. In dieser Zeit wuchs das Stiftungsvermögen von ursprünglich 50.000 Euro auf knapp eine Million Euro an, mit denen wichtige Projekte realisiert werden konnten.
Auch damit noch nicht genug: Seit 2008 sitzt Schierhorn im Beirat des Vereins "HeideKultour", der jährlich über 50 Veranstaltungen mit mehr als 150 Kulturschaffenden ausrichtet. Darüber hinaus engagiert er sich in der Initiative Ludwig-Erhard-Preis und als ehrenamtlicher Lohnsteuerberater.
"Der Antrieb, Dinge mitzugestalten, zum Besseren zu verändern, der steckt einfach in Ihnen", unterstrich Rainer Rempe schließlich mit Blick auf das vielfältige unbezahlbare Wirken des neuen Verdienstkreuzträgers.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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