Seniorenzentrum als Wirtschaftsmotor

Die Eröffnung der Seniorenresidenz in Oldendorf zieht eine positive Entwicklung nach sich
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Gemeinde Oldendorf investiert 2 Millionen Euro in Infrastruktur: Straßensanierung und neues Bauland

tp. Oldendorf. Mehr Alte, weniger Junge: Überall in Deutschland wächst der Anteil der Bevölkerung der Generation "60 plus". Das stellt besondere städtebauliche Anforderungen an die Kommunen. Ein Dorf, das sich den Herausforderungen der demografischen Entwicklung offenbar rechtzeitig gestellt hat, ist Oldendorf: In der Ortsmitte wurde im September eine große, moderne Seniorenwohnanlage eröffnet - mit vielen positiven wirtschaftlichen Effekten für die gesamte Dorfentwicklung. Nach dem Erfolg plant die Politik in den kommenden Jahren eine Investition von rund zwei Millionen Euro in die weitere Verbesserung der innerörtlichen Infrastruktur.

In das Domizil der "Residenzgruppe Bremen" an der Ecke Hauptstraße/Gartenstraße seien inzwischen rund 30 Pflegebedürftige in den stationären Bereich eingezogen, sagt Bürgermeister Johann Schlichtmann von der Freien Wählergemeinschaft (FWG). Auch ein Dutzend Appartements für betreutes Wohnen seien belegt. Viele der Bewohner der Seniorenresidenz nutzen die neue Apotheke im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes und den ebenfalls neuen Edeka-Markt auf der anderen Straßenseite.

Die meisten Bewohner der Altenwohnanlage stammen laut Johann Schlichtmann aus Oldendorf. In die durch den Umzug freigewordenen Wohnungen seien inzwischen junge Familien eingezogen. Die Altenwohnanlage trägt also zur Stabilisierung der Bevölkerungszahl bei.

Mit weiteren Maßnahmen will die Verwaltung nun erreichen, die Zahl von rund 2.900 Einwohnern mindestens konstant zu halten, auch, um das für viel öffentliches Geld geschaffene Angebot im Schulzentrum Oldendorf und in der kommunalen Kinderbetreuung weiter auszulasten.

Zur Attraktivitätssteigerung der Ortsmitte will die Gemeinde die Gartenstraße und die Schützenstraße ausbauen. Die mit Kopfstein gepflasterte Schützenstraße soll auf 140 Metern zwischen der Hauptstraße und der Sunder Straße einen neuen Belag bekommen. Weiter sind einheitliche Gehwege, Parkplätze und eine neue Regenwasserkanalisation vorgesehen. Eine ähnliche Modernisierung ist in der Gartenstraße geplant. Beide Straßensanierungen orientieren sich optisch an dem bereits erneuerten „Lämmerhof“.

Mit der Ausweisung von Baugrundstücken will die Gemeinde den Zuzug neuer Einwohner vorantreiben. Zwischen der Hauptstraße und „Hinter dem Kuckucksweg“ entstehenden 21 Bauplätze, die die Gemeinde selbst vermarktet. "Es gibt schon zehn ernsthafte Kaufinteressenten", sagt Johann Schlichtmann.
Der Bürgermeister heißt Ausländer ausdrücklich in seiner Gemeinde willkommen. Dies gelte für Einwanderer und Kriegsflüchtlinge gleichermaßen.

Die Politik in der kleinen Geest-Gemeinde hat viele weitere Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität auf der Agenda: Für 2015 ist der Bau oder die Anmietung eines neuen Jugendhauses geplant. Über den Standort und die Gestaltung des Jugendzentrums, das vorübergehend im alten Postgebäude untergebracht ist, gehen die Ratsfraktionen in Kürze in Klausur. Die Freizeitqualität soll mit der Erschließung des Hohen Moores und der Sunder Seen durch den Ausbau eines Rad- und Wanderweges durch das Gebiet Kohlspring gesteigert werden. Weiter berät die Politik über ein medizinisches Versorgungszentrum und ein Naherholungsgebiet an der Kakener Straße.

Überdies setzt die Gemeinde auf eine moderne Energieversorgung und unterstützt in diesem Zusammenhang den Bau eines modernes Holzhackschnitzelwerkes.
"Wir machen die Energiewende mit", so Schlichtmann. Kritisch betrachtet der Bürgermeister jedoch die Pläne einer Investorengruppe, den aus vier Mühlen à 135 Meter Flügelspitzenhöhe bestehenden Windpark an der Landesstraße 114 am östlichen Ortsrand in Richtung Kuhla auszuweiten. Das neue Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises Stade sieht bis zu sechs neue Anlagen mit 206 Metern Flügelhöhe vor. Anwohner befürchten gesundheitliche Schäden und den Wertverlust ihrer Eigenheime unter anderem durch Infraschall im nicht hörbaren Bereich und Schattenschlag. Johann Schlichtmann dazu: "Ich sehe es als meine verdammte Pflicht, die Menschen davor zu schützen."

Die meisten Bewohner der Altenwohnanlage stammen laut Johann Schlichtmann aus Oldendorf. In die durch den Umzug freigewordenen Wohnungen seien inzwischen junge Familien eingezogen. Die Altenwohnanlage trägt also zur Stabilisierung der Bevölkerungszahl bei.

Mit weiteren Maßnahmen will die Verwaltung nun erreichen, die Zahl von rund 2.900 Einwohnern mindestens konstant zu halten, auch, um das für viel öffentliches Geld geschaffene Angebot im Schulzentrum Oldendorf und in der kommunalen Kinderbetreuung weiter auszulasten.

Zur Attraktivitätssteigerung der Ortsmitte will die Gemeinde die Gartenstraße und die Schützenstraße ausbauen. Die mit Kopfstein gepflasterte Schützenstraße soll auf 140 Metern zwischen der Hauptstraße und der Sunder Straße einen neuen Belag bekommen. Weiter sind einheitliche Gehwege, Parkplätze und eine neue Regenwasserkanalisation vorgesehen. Eine ähnliche Modernisierung ist in der Gartenstraße geplant. Beide Straßensanierungen orientieren sich optisch an dem bereits erneuerten „Lämmerhof“.

Mit der Ausweisung von Baugrundstücken will die Gemeinde den Zuzug neuer Siedler vorantreiben. Zwischen der Hauptstraße und „Hinter dem Kuckucksweg“ entstehenden 21 Bauplätze, die die Gemeinde selbst vermarktet. "Es gibt schon zehn ernsthafte Kaufinteressenten", sagt Johann Schlichtmann.

Der Bürgermeister heißt Ausländer ausdrücklich in seiner Gemeinde willkommen. Dies gelte für Einwanderer und Kriegsflüchtlinge gleichermaßen.

Die Politik in der kleinen Geest-Gemeinde hat viele weitere Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität auf der Agenda: Für 2015 ist der Bau oder die Anmietung eines neuen Jugendhauses geplant. Über den Standort und die Gestaltung des Jugendzentrums, das vorübergehend im alten Postgebäude untergebracht ist, gehen die Ratsfraktionen in Kürze in Klausur. Die Freizeitqualität soll mit der Erschließung des Hohen Moores und der Sunder Seen durch den Ausbau eines Rad- und Wanderweges durch das Gebiet Kohlspring gesteigert werden. Weiter berät die Politik über ein medizinisches Versorgungszentrum und ein Naherholungsgebiet an der Kakener Straße.

Überdies setzt die Gemeinde auf eine moderne Energieversorgung und unterstützt in diesem Zusammenhang den Bau eines modernes Holzhackschnitzelwerkes.
"Wir machen die Energiewende mit", so Schlichtmann. Kritisch betrachtet der Bürgermeister jedoch die Pläne einer Investorengruppe, den aus vier Mühlen à 135 Meter Flügelspitzenhöhe bestehenden Windpark an der Landesstraße 114 am östlichen Ortsrand in Richtung Kuhla auszuweiten. Das neue Regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises Stade sieht bis zu sechs neue Anlagen mit 206 Metern Flügelhöhe vor. Anwohner befürchten gesundheitliche Schäden und den Wertverlust ihrer Eigenheime unter anderem durch Infraschall im nicht hörbaren Bereich und Schattenschlag. Johann Schlichtmann dazu: "Ich sehe es als meine verdammte Pflicht, die Menschen davor zu schützen."

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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