Norwegens Fjorde mit Geiranger & Trondheim
Eine Kreuzfahrt 🚢 durch unvergessliche Landschaften
- hochgeladen von Renate Nottorf
Der Plan: 🚢 🌊🐦⛰️
Eine salzige Brise streichelt sanft unsere Wangen, während das Kreuzfahrtschiff majestätisch über die Wasseroberfläche gleitet. Mein Ehemann Zank und ich stehen am Geländer, die Augen auf die schroffen Fjorde Norwegens gerichtet, deren Schönheit schon die kühnsten Dichter inspiriert hat. Unsere Reise von Hamburg in das Reich der Fjorde ist ein Gedicht, das aus den Klängen der Wellen, dem Wispern des Windes und dem Gesang der Möven besteht.
Die Realität: 😳🤬🥵🤔👦👵👴👧
In dem geschäftigen Herzen Hamburgs, wo die Geschichte mit den alten Speichern und dem pulsierenden Leben des Hafens verwoben ist, beginnt unser Abenteuer. Hier, wo der Fluss Elbe seine Mysterien enthüllt, lässt sich die Vorfreude auf das Kommende förmlich spüren. Mit uns spüren das aber auch gefühlt Tausende Klein-, Vorschul-, Schulkinder, sonstige Silbenplappler und Jugendliche mit ihren Eltern, Großeltern und Verziehungsberechtigten. Das kann ja heiter werden.🤣😂😘
Der erste Seetag ist wie eine leise Prelude, die uns auf die Entdeckung betörender Landschaften vorbereitet, denn die Zeit an Bord füllt sich mit köstlichen Genüssen 🍱 und relaxtem Nichtstun, während wir der Nordsee entgegen fahren. 🚢 💦 🌊
Am dritten Tag unserer Kreuzfahrt erreichen wir das malerische Måløy und das Wetter könnte nicht besser sein! Die Sonne strahlt vom Himmel, während wir in den kleinen Hafen einlaufen. In der bezaubernden Stadt Måløy, die wie ein funkelnder Diamant auf der Insel Vagsoy im Westen Norwegens thront, leben rund 3.300 Seelen. Hier, am Fuße der majestätischen Måløybrücke, die mit ihren 1.224 Metern stolz über den Ulvesund schwebt, wird jeder Sturm zum musikalischen Schauspiel. Man könnte sagen, die Brücke hat ihre eigene Stimme und manchmal singt sie lauter als manch ein norwegischer Fischer! Der Hafen von Maloy ist nicht nur ein Ort im Wasser, sondern der pulsierende Herzschlag der Fischerei Norwegens, wo jährlich bis zu 200.000 Tonnen fangfrischer Fisch landen. Seit 1898 schippern die Hurtigruten hierher und verwandeln Måløy in einen magischen Knotenpunkt für Entdecker. Während wir die atemberaubende Natur von Vagsoy erkunden, denken wir: In Maloy gibt es nicht nur Fische, sondern auch Geschichten, die darauf warten, erzählt zu werden! Måløy, bekannt für seine beeindruckenden Klippen lädt uns ein, mehr als nur eine frische Meeresbrise, oder Gletscherfeeling zu genießen. Måløy war einst der wichtigste Hafen für den norwegischen Kabeljaufang. Wir entdecken das ein oder andere alte Fischerboot, das uns Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählt. Während wir durch die charmanten Straßen schlendern, können wir auch die regionalen Köstlichkeiten probieren und frischer Fisch 🐟 darf dabei natürlich nicht fehlen! Apropos Wetter: Es gibt ein norwegisches Sprichwort, das besagt, „Wenn dir das Wetter 💨 🌧️ nicht gefällt, warte 15 Minuten.“ Aber heute scheinen wir von dieser Weisheit befreit zu sein. Das Sonnenlicht 🌞 lässt unsere Abenteuerlust sprießen, und wir sind bereit, die Schönheit von Måløy zu erkunden! Ich verteile ein paar 🍀 Glücksteine und die Menschen erzählen mir von ihren kleinen Glücksmomenten: einem schönen Buch, 📕 dem Zusammenhalt in der Familie, der gewünschten Gesundheit und der Liebe 🧡 die sie umgibt. Ihr Lächeln ist immer wie ein Sonnenstrahl, 🌞 der durch die Wolken bricht, wenn ich einen kleinen Glückstein überreiche.🍀🍀🍀
Der Geirangerfjord am vierten Tag, entfaltet seine prächtige Kulisse vor uns: die erhabenen Gipfel, die sich im kristallklaren Wasser spiegeln und die rauschenden Wasserfälle, die wie schimmernde Schleier herabfallen. In der Provinz More og Romsdal entfaltet sich der Storfjord, ein 86 Kilometer langes Naturwunder, das wie ein silberner Schlauch zwischen majestätischen Bergen hindurchschlängelt. Von der Küste bis ins Herz des Landes breitet sich dieser Fjord aus, und seine Nebenfjorde verzaubern und mit jeder Kurve ein wenig mehr. Der Sunnylvsfjord, der an Stranda seinen Anfang nimmt, führt zum charmanten Hellesylt, wo die Wasserfälle im Wettstreit stehen, welcher von ihnen die schillerndsten Regenbogen 🌈 zaubert. Östlich thront der Geirangerfjord, mit seinen 15 Kilometern purem Augenschmaus. Hier beginnt das Staunen über schneebedeckte Gipfel und die sprudelnden Wasserfälle, die wie zarte Spitzen einer Sahnetorte über die Felsen fließen. Seit 2005 gehört dieser Ort zum UNESCO-Weltnaturerbe und entfaltet trotz des Ansturms von Touristen eine gelassene, fast schon familiäre Atmosphäre. Ein echter Geheimtipp. Es sind die friendly Fjord-Freunde, die uns das Gefühl geben, genau richtig zu sein! Hier, während ich die Klippen hinaufsteige, um den Ausblick zu genießen, fühle ich mich eins mit der Natur. Jeder Herzschlag im Einklang mit dem Donnergrollen der Wasserfälle erinnert mich daran, dass das Glück oft dort zu finden ist, wo die Unberührtheit der Welt unsere Seele berührt. Eine ältere Dame, die die Szene bewundert, nimmt einen meiner Glücksteine und erklärt, dass ihr Glück 🍀 in den einfachen Momenten des Lebens liegt: ein Stück Apfelkuchen und das Lächeln ihrer Enkelkinder. Diese Worte schwingen in mir nach und ich bestelle mir im kuscheligen Cafe einen Apfelkuchen, beobachte einen zuckersüßen Welpen 🐶 und kann diesen süßen Moment auf meine Weise mit ihr teilen. 🍀🍀🍀
Alesund, die Stadt der Jugendstilarchitektur, empfängt uns am fünften Tag. Hier schlendern wir durch farbenfrohe Gassen, 🏡 die Geschichten aus einer anderen Zeit erzählen. Die lebhafte Handels- und Hafenstadt Alesund (sprich: Olesünd) liegt an der Mündung eines weit verzweigten Fjordsystems im westnorwegischen Schärengürtel. Im Wesentlichen bilden drei durch Brücken miteinander verbundene Inseln den Stadtkern. Diese sind Hessa, Nerveya und Aspeya. Dort leben rund 45.000 Einwohner. Ungezählte Fjorde und die majestätischen Berge der Sunnmore Alpen vereinen sich zu einem herrlichen Panorama. Auf dem Aussichtsberg Aksla, der uns mit einem Panorama belohnt, das wie ein Meisterwerk aus dem Stift eines Malers wirkt, verteile ich erneut Glücksteine. Ein neuer Besitzer🍀 erzählt mir von seinem Glück: der Genuss eines feinen norwegischen Käse 🧀 und der sanfte Klang einer klassischen Musik, 🎶 kann ihn immer wieder ganz sanft in die Atmosphäre totaler Entspannung entführen. 🧘
Tag 6: An der Mündung des Nidelva, wo Wasser und Land sich sanft umarmen, thront Trondheim, die drittgrößte Stadt Norwegens, wie eine Perle im Fjord. Mit rund 190.000 Einwohnern lebt hier nicht nur die Bevölkerung, sondern hier klopft der Puls der Geschichte. Trondheim, das Herz von Trondelag, schlägt kräftig als Handels- und Ausbildungszentrum, ein Ort, wo Wissen fließt, wie der Fluss, der ihn umschließt.
Trondheim lädt Einheimische und Reisende gleichermaßen zum Verweilen ein. Man könnte fast meinen, die Stadt selbst erzählt Geschichten aus vergangenen Zeiten, während die frische Brise über den Fjord weht. Als wir durch Trondheim schlendern, denken wir daran: Darmstadt, die Partnerstadt ist genauso sehenswert. Hier in Trondheim tanzen Geschichte und Gegenwart ebenso wie in Darmstadt einen harmonischen Reigen, dass man am liebsten sofort ein Lied darüber singen möchte. Wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten versetzt uns der Anblick der aus dem 11. Jahrhundert stammenden gotischen Kathedrale von Nidaros in Staunen. Der Nidaros-Dom wurde über dem Grab von St. Olav, dem Schutzpatron Norwegens, errichtet. Wir spazieren zum Marktplatz (Torget). Hier thront der Wikingerkönig Olav Tryggvason, der Gründer der Stadt, in Form einer Statue über dem beliebt belebten Platz. Als ich einer älteren Dame auf dem Torget einen Glücksstein🍀 überreiche, berichtet sie mir von ihrer Sammlung uralter Familienrezepte 🍰 🥘 voller Traditionen, die in jedem Bissen die Verbindung zu ihren Vorfahren stärkt. Dieses Gespräch erinnerte mich daran, wie wichtig es ist, die Wurzeln unserer eigenen Existenz zu ehren.😇
Am siebten Tag sind wir in Molde, wo die Blumenpracht im Sommer den Charme der Stadt verstärkt. Im beschaulichen Städtchen Molde, Heimat von 32.000 Einwohnern, wo der Romsdalsfjord sanft in die Weiten Norwegens gleitet, entfaltet sich ein magisches Panorama. Hier, wo die 87 majestätischen Gipfel der Romsdals-Alpen den Himmel berühren, ist der Begriff „ruhen“ fast zu bescheiden. Denn Molde ist das pulsierende Herz der Jazzmusik 🎺 . Ein Ort, an dem Melodien 🎶 und Harmonien kulinarische Höhen erreichen. Jeden Sommer verwandelt sich diese charmante Stadt in ein schillerndes Festivalgelände, wo Tausende von Musikliebhabern die Klänge des internationalen Jazzfestivals feiern. Trompeten, 🎺 Saxophone und das rhythmische Klopfen von Trommeln 🪘 wehen über die Wogen des Fjords! Doch nicht nur musikalisch hat Molde viel zu bieten. Die grandiose Verschmelzung von Fjord und den gewaltigen Sunnmore-Alpen sorgt für ein Augen- und Herzöffner-Panorama, das selbst die Wolken neidisch macht. Auf einer Führung durch die botanischen Wunder entdecke ich einen Musiker, welcher mir offenbart, dass sein Glück 🍀 im Entdecken neuer Melodien🎶 liegt. Der kleine Glückstein 🍀zaubert daraufhin ein Lächeln in sein Gesicht.
Nordfjordeid, am achten Tag, ist ein Ort der stillen Betrachtung. Der versteckte Schatz am nordöstlichen Ende des Nordfjordes, ist ein einladendes Dorf mit 2.700 Seelen, die den Rhythmus der alten Nordlandsagen leben. Hier, wo die Eidsfjord-Wellen sanft ans Ufer schlagen, fließt die Zeit in harmonischen Wellen wie die Schiffe, die einst hier gebaut wurden. Landwirtschaft und Fischerei 🐟💦sind die Wurzeln dieser Region, doch auch der Schiffbau, Handel und Industrie treiben die wirtschaftlichen Wellen voran. Ein wahrhaftiger Höhepunkt ist das beeindruckendste Wikingerschiff Norwegens, das hier im Wasser ruhte, bis es zum Leben erweckt wurde. Der Nachbau, stolz im Wikinger Erlebnis- und Lerncenter Sagastad ausgestellt, zieht neugierige Blicke auf sich. Umgeben von majestätischen Bergen und dem Briksdalsbreen-Gletscher, der mit einem verschmitzten Lächeln die umliegende Landschaft verzaubert, lädt Nordfjordeid ein, die Geschichten der Vergangenheit bei einem Blick auf den tiefsten See Europas zu erlauschen.
Die ergreifenden Fjorde scheinen unsere Seelen zu reinigen und uns die Geschenke der Natur näherzubringen.
In Flåm, am neunten Tag, erleben wir die Flåmbahn, die uns durch die atemberaubendste Landschaft der Welt führt. Die Flåmbahn bewältigt auf 20 Kilometern fast 900 Höhenmeter. Etwa 450 Menschen leben im malerischen Dörfchen Flåm, das zur 1.750 Einwohner zählenden Gemeinde Aurland und zur Provinz Sogn og Fjordane mit insgesamt gut 100.000 Einwohnern gehört. Flåm bedeutet „kleine Ebene zwischen hohen Bergen", denn der Ort ist auf drei Seiten von Felswänden umschlossen. Höchster Berg der Gemeinde ist der Bläskalven mit seinen 1.809 Metern. Flåm liegt an der Südspitze des Aurlandfjords, einem nach Süden ragenden Nebenarm des 204 Kilometer langen und bis zu 1.308 Meter tiefen Sognefjords, dem tiefsten und längsten Fjord Europas. Westlich des Aurlandfjords liegt der von der UNESCO zum Weltnaturerbe deklarierte Naroyfjord, der wiederum der schmalste Fjord Europas ist. Während der Zug 🚂 über Brücken und durch Tunnel fährt, verteile ich weitere Glücksteine. Ein junger Tourist sagt mir, sein Glück 🍀 liege im Reisen 🧳 und dem ständigen Streben neue Erfahrungen hinter den Horizonten zu sammeln. 🌈
Eidfjord, der zehnte Tag, bringt uns zu den mächtigen Vøringsfossen. Die berauschende Kraft des Wassers zieht uns in ihren Bann, während wir dem tosenden Wasser lauschen. Hier erleben wir echte Gaumenkitzler in Verbindung mit Kultur, Traditionen und gastfreundlichen Menschen. Authentisch, frisch, vielfältig und grosszügig zeigt sich die Natur von allen Seiten. Ein Empfänger eines Glücksteins 🍀erzählt mir, das Geräusch des fallenden Wassers bringe ihm Ruhe und Glück 🍀 eine Aussage zu der ich nur nicken kann. 😘
Nach einem letzten besinnlichen 🙏 Seetag, an dem wir die vielen Geschichten rekapitulieren und die gesammelten Eindrücke verarbeiten, kehren wir in das vertraute Hamburg zurück. Diese Reise war mehr als bloße Erkundung; sie war eine Entdeckungsreise in die Menschlichkeit, die uns lehrte, dass das Glück oft in den kleinen, alltäglichen Momenten verborgen liegt. So kehre ich mit einem Lächeln und einem Herzen voller Dankbarkeit nach Hause 🏠 zurück, um die nächste Reise zu planen.
Leserreporter:Renate Nottorf aus Seevetal |
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