Retter befreien Mann unter höchster Gefahr
Gasexplosion drohte: Feuerwehr-Einsatzdrama in Stade

In diesem Wohnhaus an der Harsefelder Straße in Stade spielten sich dramatische Szenen ab | Foto: Feuerwehr Stade
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Ein dramatischer Unfall in einem Einfamilienhaus in der Harsefelder Straße in Stade hat am Montagabend (19. Mai)  einen Großeinsatz der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei ausgelöst. Was zunächst wie ein Routineeinsatz wirkte, entwickelte sich binnen Minuten zu einer höchst gefährlichen Situation. Es gab Gasalarm und Wohnhäuser mussten evakuiert werden.

Treppensturz mit gefährlichen Folgen
Gegen 19.30 Uhr war der Bewohner des Hauses auf dem Weg in den Keller schwer gestürzt. Mit dem Arm unglücklich eingeklemmt zwischen einer Gasleitung und der Wand, konnte sich der Mann nicht selbst befreien. Feuerwehr, Rettungsdienst und Mitarbeiter der Stadtwerke rückten sofort an, um den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Zunächst wurde versucht, durch Lösen der Wandschellen das Gasrohr zu bewegen - ohne Erfolg. Zudem hinaus blockierte der Verunglückte das Absperrventil der Gasleitung mit seinem Körper.

Etwa 100 Einsatzkräfte waren vor Ort | Foto: Feuerwehr Stade
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Rettung unter größter Gefahr
Die Situation verschärfte sich dramatisch, als bei dem Versuch, den Mann mit einem hydraulischen Rettungsspreizer zu befreien, eine Gasleitung riss. Entgegen der Erwartungen schloss sich die Leitung nicht automatisch – Gas strömte unkontrolliert in den Keller und auch nach draußen. Außerhalb des Hauses schlugen sämtliche Warnmelder an. Die meisten Einsatzkräfte zogen sich sofort zurück, doch zwei Retter blieben beim Verunglückten: Ricard Globuschütz von der Feuerwehr Stade und Stephan Reitz vom DRK-Rettungsdienst. Unter hohem persönlichen Risiko arbeiteten sie im gasgefüllten Keller weiter – und konnten den Mann schließlich befreien.

Retter in höchster Not - Sie befreiten den verunglückten Mann aus seiner Notlage: Richard Globuschütz von der Stader Feuerwehr (li.) und Stephan Reitz vom DRK-Rettungsdienst | Foto: Feuerwehr Stade
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Evakuierung im Radius von 50 Metern
Die Rettungsaktion war höchst brenzlig: Der kleinste Funke hätte das ausströmende Gas entzünden und eine Katastrophe auslösen können. Die umliegenden Wohnhäuser im Radius von rund 50 Metern wurden vorsorglich evakuiert. Auch der benachbarte Penny-Markt musste vorzeitig schließen. Die Polizei sperrte die Harsefelder Straße vollständig, um den Einsatz abzusichern und den Verkehr umzuleiten.

Absperrventil wurde zugedreht
Zwischenzeitlich konnte die Gaszufuhr über ein Absperrventil auf der Straße blockiert werden, trotzdem blieb die Explosionsgefahr im und rund um das Gebäude noch eine Zeitlang bestehen. Die Feuerwehr lüftete den Keller intensiv, während die Spezialkräfte der Einheit „Messen und Spüren“ der Kreisfeuerwehr kontinuierlich die Gaswerte überprüften. Erst als sich das Gas verflüchtigt hatte und keine Gefahr mehr bestand, konnten die Sperrungen aufgehoben werden.

Die Einsatzleitung wurde auf dem nahegelegenen Supermarkt-Parkplatz eingerichtet | Foto: Feuerwehr Stade
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Vier Rettungswagen vor Ort
Der Hausbewohner wurde umgehend medizinisch versorgt. Vier vorsorglich alarmierte Rettungswagenbesatzungen und zwei Notärzte konnten sich auf die Versorgung und Behandlung der verunglückten Person und zweier leicht verletzter Rettungsdienstler konzentrieren. Rund 100 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Stade und Hagen, der Polizei und des Rettungsdienstes waren bis etwa 22.15 Uhr vor Ort. Eine geplante Übung des Feuerwehrzugs II am Ausbildungszentrum Ottenbeck musste kurzfristig abgesagt werden.

In diesem Wohnhaus an der Harsefelder Straße in Stade spielten sich dramatische Szenen ab | Foto: Feuerwehr Stade
Die Harsefelder Straße war für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt | Foto: Feuerwehr Stade
Die Einsatzleitung wurde auf dem nahegelegenen Supermarkt-Parkplatz eingerichtet | Foto: Feuerwehr Stade
Etwa 100 Einsatzkräfte waren vor Ort | Foto: Feuerwehr Stade
Retter in höchster Not - Sie befreiten den verunglückten Mann aus seiner Notlage: Richard Globuschütz von der Stader Feuerwehr (li.) und Stephan Reitz vom DRK-Rettungsdienst | Foto: Feuerwehr Stade
Auch die Gruppe „Messen und Spüren“ der Kreisfeuerwehr kam zum Einsatz | Foto: Feuerwehr Stade
Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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