Historisches Gebäude am Stader Fischmarkt
Antrag von CDU und WG: Stader Stadtwaage soll in der Adventszeit Ort der Begegnung werden
- Die historische Stadtwaage befindet sich im Zentrum des Weihnachtsmarktes am Stader Fischmarkt
- Foto: Martin Elsen
- hochgeladen von Jörg Dammann
Dieser Fachwerkbau ist ein fester Bestandteil des historischen Gebäudeensembles am Stader Fischmarkt: das Haus Fischmarkt Nr. 10, besser bekannt als "Alte Stadtwaage". Derzeit steht das historische Bauwerk leer, nachdem das Weinhaus dort ausgezogen ist. Hintergrund ist der Plan der Stadt, für das Haus in dieser besonderen Lage ein neues Nutzungskonzept zu entwickeln. Die Gruppe aus CDU und Wählergemeinschaft (WG) im Stader Stadtrat schlägt nun vor, die ehemalige Stadtwaage in den Weihnachtsmarkt am Fischmarkt einzubinden - als "offene Projektfläche für soziale, kulturelle und gemeinschaftsstärkende Aktivitäten", wie es in einem Prüfantrag an die Stadtverwaltung heißt.
Lebendigen Ort der Begegnung schaffen
Ziel des CDU/WG-Antrages ist es, das geschichtsträchtige Fachwerkhaus in der Adventszeit zu einem lebendigen Ort der Begegnung zu machen, "an dem Plätzchenduft, Kinderlachen, Bastelspaß und Musik durch die Fenster nach außen strahlen". Dieses Gebäude im Herzen der Stader Altstadt biete die Möglichkeit, "ein Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Wärme zu setzen", indem man einen "offenen, warmen und niedrigschwelligen Treffpunkt im Herzen des Weihnachtsgeschehens" schaffe. Angedacht sind verschiedene kulturelle und kreative Angebote sowie Mitmach-Aktionen.
Folgende Ideen werden im Antrag genannt:
- eine weihnachtliche Backstube, in der Kinder, Familien und Senioren gemeinsam Plätzchen backen
- eine Bastelstube für Weihnachtsschmuck und kleine Geschenke und Deko-Artikel
- ein offener Lese- und Buchclub in Kooperation mit Buchhandlungen und Lesepaten
- kulturelle Beiträge und kleine Konzerte lokaler Musiker und Chöre
- zwei soziale Adventsessen, um Menschen einzuladen, „die sonst vielleicht keinen Platz am weihnachtlichen Tisch finden“
Vorgeschlagen wird, dass die Stade Marketing und Tourismus GmbH (SMTG) die Projektkoordination übernimmt und dabei mit lokalen Akteuren wie Vereinen, Kirchen und Schulen zusammenarbeitet. Für die Umsetzung sollen bis zu 10.000 Euro an außerplanmäßigen Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt werden. Das Geld soll u.a. für Raumausstattung, Material, Honorare und Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden.
Längerfristige Nutzung überdenken
Die CDU/WG-Gruppe verfolgt mit ihrem Antrag nicht nur eine kurzfristige Belebung des Gebäudes, sondern sieht das Projekt auch als Chance für ein Nutzungskonzept von längerer Dauer: „Die 'Alte Stadtwaage' soll zu einem kleinen, aber bedeutsamen Symbol werden – dafür, dass die Stader Stadtgesellschaft … teilt, hilft und gemeinsam erlebt“. Daher soll die Verwaltung prüfen, ob das Projekt so lange fortgeführt werden kann, bis die Konzeptphase bzw. die Ausschreibung für eine dauerhafte Nachnutzung der historischen Stadtwaage abgeschlossen ist.
Verkauf im Rahmen einer Konzeptvergabe
Wie berichtet, plant die Stadt, das Gebäude im Rahmen einer sogenannten Konzeptvergabe an denjenigen verkaufen, der mit der überzeugendsten Idee für die weitere Verwendung aufwarten kann. Dabei wünscht man sich für das Erdgeschoss eine öffentliche Nutzung - etwa als Café, Restaurant oder Galerie. Die künftige Nutzung soll auf jeden Fall zum historischen Ambiente des Fischmarkts passen. Schließlich ist der Platz am Hansehafen eine der wichtigsten touristischen Anlaufstellen der Stadt.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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