"Justus" hat alles voll im Blick

Dirk-Uwe Just am Fischmarkt
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Die Altstadtgassen sind sein Revier: Dirk-Uwe Just (54) ist Polizei-Kontaktbeamter in Stade

tp. Stade. "Moin Justus": Im Minutentakt grüßen die Menschen den stadtbekannten Mann in schwarzer Uniform, den die meisten nur bei seinem Spitznamen nennen: Seit elf Jahren ist Dirk-Uwe Just (54) Kontaktbeamter der Polizei in Stade. Die City zwischen Bahnhof und altem Hafen in der Kreis- und Touristenstadt ist sein Revier.

"Ich wollte immer Polizist werden", sagt Justus, der an der Polizei-Fachhochschule in Hildesheim studierte und seit mehr als drei Jahrzehnten in Stade lebt. An seinem Job mag er den den Umgang mit Menschen: "Ich bin gerne unter Leuten." Begegnungen in Hülle und Fülle bescherte ihm jüngst der Stader Herbstmarkt, der ebenso wie Stadtfeste oder Weihnachtsmarkt zu seinen beruflichen "Pflichtveranstaltungen" gehören. Justus plant seine Dienst- und Urlaubszeiten danach.

Ruhig schlendernd durchschreitet der gelassene Mittfünfziger die Budenmeilen. Sein Augenpaar, das im Schatten der Herbstsonne fast unter dem Schirm der Uniformmütze verschwindet, tastet konzentriert die Umgebung ab: "Man muss auch die Seitenstraßen im Blick haben", weiß der erfahrene Polizeihauptkommissar, der kleine Auffälligkeiten aus weiter Entfernung erkennt. Auf dem Rummelplatz am Sande prägt er sich am Nachmittag vorsorglich die Kleidung eines polizeibekannten Heranwachsenden ein: "Möglich, dass der heute Abend noch auffällig wird. Ich kenne ja meine Pappenheimer."

Ein paar Häuserecken weiter wird Justus von einem aufmerksamen Passanten angehalten: "In der Altstadt sind die Rosenverkäufer unterwegs." Der Kontaktbeamte nimmt die Info dankend zur Kenntnis, setzt seine Patrouille lächelnd fort, blickt in Gesichter von Schaustellern, die ihm lächelnd signalisieren, "alles in Ordnung", hält Plausch mit einem Parkwächter.

Justus ist fest davon überzeugt, dass durch seine Präsenz das Leben in der Stadt etwas friedlicher und geordneter verläuft, die gefühlte Sicherheit der Bürger steigt. Wenngleich die Polizei darüber keine Statistik führt, gilt es bei der Behörde als wahrscheinlich, dass der Kontaktbeamte Fahrrad-, Laden- und Taschendiebe von Straftaten abhält. Das ist ganz in Justus' Sinn, der nach eigenen Worten "präventiv statt repressiv" arbeitet, nur ganz selten Platzverweise ausspricht oder Ordnungsgelder verhängt.

"Ich helfe gern", sagt der engagierte Schutzmann. Einmal verlor eine Mutter im Einkaufstrubel ihre kleinen Sohn aus den Augen. Justus fand die Steppke munter stöbernd zwischen Regalen eines Spielzeugladens. Bürger überhäufen den Beamten mit Dank, wenn er verlorene Geldbörsen und Handys an die Besitzer zurückbringt.
Durchschnittlich 40 Stunden pro Woche ist Justus in Stade auf Streife, macht in dieser Zeit Tausende Begegnungen. In der Freizeit ist damit nicht Schluss: Am Feierabend entspannt er sich gerne in einem der gemütlichen Altstadt-Cafés vor seiner Haustür: Justus wohnt direkt am Fischmarkt.

Abstand von Stade gewinnt er bei Kurzaufenthalten in München. Dort wohnt seine Freundin, mit der er auch gerne verreist. "Demnächst geht's an den Gardasee",freut sich Dirk-Uwe just. "Doch zum Shantychor-Festival Mitte Oktober bin ich auf jeden Fall wieder zurück."

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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