Gewalt kommt nicht in die Tüte
Netzwerk im Landkreis Stade verteilt 100.000 Tüten mit QR-Code für einfache Hilfe
- Die Mitglieder des Netzwerks gegen Häusliche Gewalt starten erneut die Tütenaktion zu den Orange Days – dieses Mal mit neuem Design und QR-Code für einfache Hilfe
- Foto: Landkreis Stade/ Nina Dede
- hochgeladen von Nicola Dultz
Zum sechsten Mal setzt das „Netzwerk gegen Häusliche Gewalt im Landkreis Stade“ ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen – mit der groß angelegten Papiertütenaktion. Ab dem 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, werden im gesamten Landkreis 100.000 Brottüten mit der klaren Botschaft „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ verteilt.
Aktion startet im Rahmen der Orange Days
Die Aktion findet im Rahmen der Orange Days statt – einer weltweiten Kampagne, die jährlich vom 25. November bis 10. Dezember auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam macht. Bäckereien, Apotheken, Marktstände, Berufsschulen, Beratungsstellen und viele weitere Partner im Landkreis Stade unterstützen die Kampagne, die unter der Federführung des Gleichstellungsbüros des Landkreises Stade organisiert wird.
QR-Code führt direkt zu lokalen Hilfsangeboten
Neu in diesem Jahr: Auf den Tüten ist ein QR-Code abgedruckt, der direkt zur neuen Informationsseite „Hilfe bei Gewalt – Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Stade“ führt. Dort sind regionale Hilfsangebote schnell und übersichtlich zugänglich.
Elena Knoop, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, erklärt:
„Die Hilfsangebote der lokalen Beratungsstellen kommen durch die Papiertüten direkt zu den Frauen nach Hause. Auf diese Weise erreichen wir unzählige Betroffene.“
Erschreckende Zahlen – dringender Handlungsbedarf
Die Dringlichkeit der Aktion unterstreichen bundesweite Statistiken: Laut Bundesinnenministerium wird fast täglich eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet, alle drei Minuten erlebt eine Frau in Deutschland häusliche Gewalt.
Hanne Rathjens, Leiterin des Frauenhauses Stade, betont:
„Statistisch gesehen kennt jeder eine betroffene Frau. Der Handlungsbedarf ist groß – auch bei uns im Landkreis.“*
Gaby Siedentopf von der BISS-Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt ergänzt:
„Wegsehen schützt den Täter – Hinschauen rettet Leben.“
Breites Netzwerk im Einsatz gegen Gewalt
Das Netzwerk vereint unter anderem:
die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade
das Stader Frauenhaus
die AWO-Beratungsstellen Lichtblick und BISS
den Kinderschutzbund
Polizei, Jugendämter, Justiz sowie weitere soziale Einrichtungen und Vereine
Hier gibt es eine Übersicht über die lokalen Hilfsangebote im Landkreis Stade:
www.gleichstellung-landkreis-stade.de/hilfe_bei_gewalt
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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